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17. 10. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Walter AG möchte in China weiter wachsen

Schlagwörter: Walter AG,China

Der deutsche Werkzeugmaschinenhersteller Walter AG wächst in China rasant und investiert, um mit der Nachfrage schritthalten zu können.

Ein Stand der Walter AG an der EMO Hannover 2011.

China soll bis 2020 ein Drittel der globalen Werkzeugnachfrage stellen, obwohl viele einen Rückgang seines Wirtschaftswachstums prophezeien, sagte der deutsche Werkzeughersteller Walter AG.

"China ist derzeit Walters drittgrößter Markt … (nach Deutschland und den USA). Doch es wächst am schnellsten und es ist nur eine Frage der Zeit, bevor es zum zweitgrößten Markt werden wird", erklärte Andreas Evertz, Präsident von Walter. Das Unternehmen aus dem deutschen Tübingen beschäftigt derzeit zirka 200 Menschen in China und plant, bis Ende Jahr diese Zahl um 50 Prozent zu erhöhen und sie in naher Zukunft zu verdreifachen, verriet Evertz.

Neben organischem Wachstum interessiere sich Walter auch für den Kauf lokaler Firmen in China, so der Evertz. Er erklärte, dass Walter Gespräche mit lokalen Firmen halte, doch er verriet keine Namen. Walter sucht Firmen mit qualitativ hochwertigen Produkten und starken Verkaufsnetzwerken in China, erzählte er.

Chinas Industrie braucht Werkzeuge. Das im Jahr 1919 gegründete Unternehmen Walter AG verkauft hochentwickelte Werkzeugsysteme zum Drehen, Fräsen und Bohren. Es ist seit 1996 in China tätig. China ist der größte Maschinenbauteilhersteller, -Konsument und –Importeur der Welt. Das Land stellt derzeit zwischen 15 und 17 Prozent der globalen Nachfrage. Chinas Branche zur Herstellung von Metallverarbeitungsmaschinen erzeugte im ersten Semester dieses Jahr einen Umsatz von 98 Milliarden Yuan (13,6 Milliarden Euro), 32,9 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, wie die Statistiken der Chinesischen Maschinen- und Werkzeugbauernvereinigung zeigen. Das Land importierte in dem Semester Werkzeugmaschinen im Wert von 7,0 Milliarden Euro, 46,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

"Industrien wie die Luftfahrt-, die Auto-, die Schiffsbau- und die Energiebranchen werden der Fokus von Chinas Werkzeugmaschinenmarkt sein. Sie erzeugen eine riesige Nachfrage nach computergesteuerten Werkzeugmaschinen und hocheffizienten Schneidwerkzeugen", sagte Wang Liming, Geschäftsführer der Vereinigung.

Die Autoindustrie ist der wichtigste Abnehmer der Werkzeugmaschinenindustrie. Sie macht 30 bis 40 Prozent des globalen Marktes für Metallschneidwerkzeuge aus. Dank dem explosiven Wachstum von Chinas Automobilindustrie stiegen Walters Verkäufe in China im Jahr 2010 um 80 Prozent. Die Automobil- und Energiebranchen machen zusammen etwa die Hälfte aller Verkäufe von Walter in China aus. Doch die relative Größe des Bahn- und Flugsektors dürfte wachsen, dank den ehrgeizigen staatlichen Plänen zum Ausbau des Zugnetzes und zur Entwicklung der Luftfahrtbranche, sagte Tornell.

Quelle: China Daily

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