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10. 01. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Bärentatzen-Schmuggler müssen sich verantworten

Schlagwörter: Bärentatzen Schmuggler China

Die acht Leute, welche gemeinsam 117 Bärentatzen schmuggelten, müssen sich vor Gericht verantworten. Sie könnten jedoch nur die Schmuggler eines viel größeren Wilderer-Syndikats sein.

Das Zollhauptamt verkündete am Donnerstag, dass der Schmuggel von 117 Bärentatzen aus einem Nachbarland in Hunchun in der nordostchinesischen Provinz Jilin aufgeflogen sei. Die acht Schmuggler, welche die Tatzen in zwei Lastwagen transportierten, wurden festgenommen, nachdem sie am frühen Morgen des 14. Dezembers aus dem Nachbarland zurückgekehrt seien, erklärte das Zollhauptamt. Doch die Behörde nannte den Namen des betroffenen Nachbarlandes nicht. Hunchun grenzt an Russland und an die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea).

Die lokalen Zollbehörden aus Hunchun fanden auch vier Moschusdrüsen, 11 Gallenblasen von Bären und zwei Hirschschwänze im Haus des Hauptverdächtigen Namens Hu, erklärte das Hauptamt. Du wurde bereits früher festgenommen, da er 2007 und 2009 Seegurken geschmuggelt hatte, erzählte die Behörde. Von den 117 Tatzen stammen 103 von asiatischen Schwarzbären und 14 von Braunbären. Die Tatzen sind insgesamt etwa 586.000 Yuan (rund 72.000 Euro) wert. Ein Beamter des Staatlichen Forstamtes schätzt, dass dafür mindestens 26 Schwarzbären und vier Braunbären ihr Leben lassen mussten. Die acht Verdächtigen wurden alle verhaftet, erzählte Tao Yong, ein Pressesprecher des Staatlichen Forstamtes.

Geschützte Tiere. Der Schwarzbär ist auf der Liste der zweitklassig geschützten Tiere in China. In den Wäldern nahe der Stadt Hunchun leben viele seltene Wildtiere wie Tiger, Bären und Leoparden. "Ich denke, dass mehr als die acht Personen in den Fall involviert sein könnten, da derart viele Tatzen geschmuggelt wurden und nur acht Leute nicht so einfach so viele Bären erlegen und verarbeiten können", meinte Dai Peng, Dekan des Departements für Kriminaluntersuchung der Chinesischen Volksuniversität für Öffentliche Sicherheit. Es sei wahrscheinlich eine sehr lange Kette in diesem Jagd- und Schmuggelgeschäft. "Normalerweise wollen Leute, die wilde Tiere Schmuggeln, Geld verdienen, indem sie das wertvolle Wild an Restaurants verkaufen, die daraus teure Essen kochen", sagte er. Solche Fälle seien Häufig in Nordostchina, wo inzwischen zahlreiche Tierarten vom Aussterben bedroht sind.

Quelle: Xinhua

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