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27. 02. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Chinas Zentralbank könnte noch vor Juli Leitzins senken

Schlagwörter: Chinas Zentralbank,Leitzins

Chinas Zentralbank könnte den Leitzins im zweiten und dritten Quartal dieses Jahres senken, weil sich das Wachstum in der EU und den USA weiter verlangsamt und der inländische Inflationsdruck allmählich nachlässt.

Nach von der Universität Xiamen in China und der National University of Singapore gemeinsam finanzierten Forschungen, wird China seine Geldpolitik wahrscheinlich in der ersten Hälfte des Jahres 2012 anpassen.

"Wir erwarten, dass die People‘s Bank of China, im zweiten und dritten Quartal den Zinssatz zweimal senkt – jedes Mal um 25 Basispunkte", sagte Chen Kang, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Lee Kuan Yew School of Public Policy der National University of Singapur.

Nach diesen zwei Senkungen wird Chinas Leitzinssatz von derzeit 6,56 Prozent auf 6,06 Prozent sinken.

Die Zentralbank teilte am 18. Februar mit, dass sie den Mindestreservesatz, oder den Anteil des Geldes, den Banken als Reserve beiseite legen müssen, am 24. Februar um 50 Basispunkte senkt. Bereits im Dezember senkte sie den Mindestreservesatz um 50 Basispunkte, die erste Senkung seit Dezember 2008.

"Da sich die Auslandsnachfrage abschwächt, der Renminbi weiter an Wert gewinnt und sich die heimische Wirtschaft verlangsamt, glauben wir, dass der Inflationsdruck dieses Jahr allmählich nachlassen wird", sagte Li Wenfu, Professor an der Universität Xiamen.

Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes lag der Verbraucherpreisindex (CPI), ein Hauptindikator für die Inflation, im Januar bei 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Er stieg im Jahr 2011 um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

"Nach unserer Forschung, wird Chinas CPI im Jahr 2012 auf 3,33 Prozent fallen, 2,18 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2011. Das bringt für die Zentralbank Spielraum, ihre Geldpolitik zu lockern, wenn sich die Wirtschaft weiter verlangsamen sollte“, sagte Li.

Zhang Ping, stellvertretender Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, sagte, der CPI werde im Februar weiter sinken, wahrscheinlich unter 3,5 Prozent.

"Da keine bedeutende Erholung der Binnennachfrage in Sicht ist, fängt die externe Nachfrageschwäche an, ins Gewicht zu fallen. Das verstärkt die Abwärtsrisiken für das Wachstum", sagte Qu Hongbin, Chinas Chefvolkswirt und Mitglied der Leitung der asiatischen Wirtschaftsforschung bei HSBC. Er drängte die Zentralbank dazu, ihre Politik weiter zu lockern, nachdem sie den Mindestreservesatz für Banken zum ersten Mal in diesem Jahr senkte.

Aufgrund der steigenden Inflation im vergangenen Jahr, waren Chinas Realzinssätze in den vergangenen 23 Monaten negativ. Chinas CPI erreichte im Juli 2011 ein 37-Monatshoch von 6,5 Prozent.

"Angesichts Chinas negativer realer Zinssätze sollten die Darlehenszinsen gesenkt werden, aber nicht mehr als der Zinssatz für Spareinlagen", sagte der Forscher Zhang Shuguang.

Quelle: China Daily

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