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08. 11. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

China: Niedrige Inflation lässt Vertrauen der Verbraucher steigen

Schlagwörter: Inflation Konsumklimaindex Nielsen

Laut Angaben der Nielsen Group stieg der Konsumklimaindex im dritten Quartal auf einen Wert von 106, nachdem er zuvor von 110 auf 105 gefallen war. Viele Ökonomen sehen dies als positives Zeichen für eine Erholung der Wirtschaft 2013.

Wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie von Nielsen zeigt, hat sich das Vertrauen der chinesischen Verbraucher im dritten Quartal aufgrund der geringeren Inflation in allen Bereichen und einem zweistelligen Anstieg des verfügbaren Einkommens in städtischen und ländlichen Regionen stabilisiert.

Der vierteljährliche Konsumklimaindex stieg um einen Prozentpunkt auf 106 im dritten Quartal – 14 Punkte über dem weltweiten Durchschnitt, heißt es in der Studie. Der Index fiel von 110 im ersten Quartal auf 105 im Zweiten.

Die geringere Besorgnis hinsichtlich Inflation stärkte das Vertrauen der Verbraucher in den erstrangigen Städten im vergangenen Quartal und führte zu einem Anstieg von zehn Punkten bezüglich der Bereitschaft, im Jahr 2013 Geld auszugeben.

Laut Angaben des Statistikamtes stieg der Verbraucherpreisindex im September gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent und lies damit um zwei Prozent im Vergleich zum August nach. Zahlreiche Ökonomen gehen davon aus, dass der Index bis zum Jahresende unter drei Prozent bleiben wird.

"Das Vertrauen der Verbraucher ist stabil und ihre Bereitschaft, Geld auszugeben, ist gestiegen, da die Verbraucher positiver in die Zukunft blicken", sagte Yan Xuan, Präsident von Nielsen in China.

Ein solches Ergebnis, erklärte Yan, sei ein ermutigendes Zeichen für eine wirtschaftliche Erholung im nächsten Jahr.

Während der Einkaufsmanagerindex im Oktober weiter stieg, glauben viele Ökonomen, dass Chinas Wirtschaft im dritten Quartal die Talsohle erreicht hat.

Laut dem Statistikamt stieg der Einkaufsmanagerindex von 49,8 im September auf 50,2 im Oktober.

"Das Wachstum der Wirtschaft ist stabil und spiegelt einen langsamen, aber stetigen Anstieg der Nachfrage sowie entgegenkommendere fiskalische und monetäre Bedingungen wider", sagte Chang Jian, Ökonom bei Barclays Capital.

Rick Kash, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Nielsen Group, sagte, die Wirtschaft habe sich im dritten Quartal erholt.

Er verwies auf das schnelle Umsatzwachstum bei Möbelstücken als Indikator. Nach Angaben des Statistikamtes stieg der gesamte Einzelhandelsumsatz in China um 14,2 Prozent in den ersten sieben Monaten des Jahres. Der Umsatz bei Möbelstücken stieg jedoch im gleichen Zeitraum um 31,2 Prozent.

"Das viel schnellere Wachstum in der Möbelbranche wies auf eine Erholung des Immobilienmarktes hin, was dazu beitragen wird, die chinesische Wirtschaft im nächsten Jahr anzukurbeln", sagte Kash.

Inzwischen spielt der heimische Konsum eine zunehmend wichtige Rolle bei der Entwicklung des BIP-Wachstums.

"Im Zuge des schnellen Wachstums der Mittelschicht in China und dem Prozess der Urbanisierung sind die Leute eher dazu bereit, Geld auszugeben, und das wird der Wirtschaft helfen, eine sanfte Landung zu realisieren", fügte Kash hinzu.

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Quelle: german.china.org.cn

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