Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>Wirtschaft Schriftgröße: klein mittel groß
23. 02. 2013 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Chinesische Fabrik in Shanghai verschmutzt Fluss stark

Schlagwörter: Shanghai Apple Fluss Verschmutzung

In einem Vorort von Shanghai leitet eine Firma, die Schutzhüllen für Elektronikprodukte herstellt, unter anderen für Apple, seit mindestens einem Jahr Chemieabfälle über Regenrohre ab, wodurch ein städtischer Fluss extrem verschmutzt wird, teilten lokale Umweltbehörden gestern mit. Sie drohen nun "härteste Strafen" an.

"Fluss von Milch"

Die Bewohner der Ortschaft Chedun im Stadtbezirk Songjiang leiden seit langem unter dem übelriechenden "Fluss von Milch", der über das Gewerbegebiet des Bezirks in ihre Nachbarschaft läuft. Die Fluss Tielu, so sein eigentlicher Name, verdiente sich seinen neuen Spitznamen, weil er im letzten Jahr begann, milchig weiß zu werden und übel zu riechen.

Die einheimische Bevölkerung sorgt sich nun um die Lebensmittelsicherheit, da hier viele Bauern Gemüse neben dem Fluss anbauen, und mit seinen Wasser ihre Kulturen bewässern. Ältere Bewohner waschen häufig ihr Gemüse in dem Fluss, bevor sie auf den Märkten der Stadt verkauft werden. Und sie setzen das weiter fort, sogar nachdem das Wasser begonnen hatte, milchig weiß zu werden, sagten Einheimische.

"Das Wasser schien vergiftet zu werden. Es begann im letzten Jahr weiß zu werden, und es war so stinkend und schmutzig, dass alle kleinen Fische und Krebse gestorben sind", sagte ein 63-jähriger Einheimischer mit Nachnamen Ping. "Ich habe versucht, den Menschen auszureden, ihr Gemüse weiter in diesem Fluss waschen, aber sie haben nie auf mich gehört."

Ein Abschnitt des Flusses läuft durch ein Wohngebiet, und dort ist das Wasser von einer festen Schicht bedeckt, die wie schmutziges Eis aussieht und übel riecht. Ein Kunststoff-Waschbecken, das in den Fluss geworfen worden war, blieb darauf liegen, ohne sich zu bewegen oder unterzugehen.

"Also, der Fluss sieht schon seit einem Jahr so aus. Es war die ganze Zeit über sehr unangenehm, und wir wissen nicht, was diese feste Deckschicht ist. Es sieht aus, als ob umliegende Unternehmen hier einige Chemikalien verklappen", sagte ein Anwohner namens Zhao Guangxing.

Lokale Umweltschutzbehörden leiteten eine Untersuchung der Fabriken erst nach den jüngsten Beschwerden von Anwohnern ein. Die Behörden erklärten, dass die lokale Firma Riteng Computerzubehör, "ein Apple-Lieferant", flüssige und ölige Abwässern in die Kanalisation leite, die dann in den Fluss geflossen sei, was zu schweren Verschmutzungen geführt habe, so die Behörden.

Allerdings dementierten Vertreter des chinesischen Unternehmens gestern, dass sie die Abfälle gezielt und über längere Zeit verklappt hatten. Die Abwässer seien "versehentlich" in die Kanalisation geraten, als Arbeiter den Fabrikfußboden reinigten. "Beim Frühjahrsputz flossen etwas Öl- und Reinigungsmittel in die Kanalisation – ganz zufällig", sagte ein Firmenvertreter mit Nachnamen Zhong. Er behauptete sogar, das Unternehmen habe die Kanalisation sofort verschlossen, damit nicht mehr Flüssigkeit in den Fluss gelange. Sein Unternehmen habe rein gar nichts damit zu tun, dass der Fluss milchig-weiß aussehe.

Die Umweltbehörden hingegen sagten, sie hätten seit dem vergangenen Jahr regelmäßig Beschwerden von Anwohnern über die Verschmutzungen erhalten.

Quelle: german.china.org.cn

   Google+

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr