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23. 07. 2013 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Chinas Finanzminister erteilt Hoffnungen auf stärkeres Wirtschaftswachstum klare Absage

Schlagwörter: Wachstumsprogramm Rettung G20

Beim G20-Treffen, das vergangenen Samstag in Moskau stattfand, waren alle Augen auf China gerichtet. Mehrere Finanzminister brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass Chinas Wirtschaft im laufenden Jahr stärker wachsen werde. Eine Hoffnung, der der chinesische Finanzminister Lou Jiwei eine klare Absage erteilen musste.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde werde nicht anderen Ländern zuliebe ein Programm für ein höheres Wirtschaftswachstum auflegen, sagte Lou. Auch internationale Bedenken über die Verlangsamung der chinesischen Wirtschaft konterte der chinesische Finanzminister kühl und gelassen: "Ich habe ihnen gesagt, dass sie über ein chinesisches Wachstumsprogramm gar nicht erst nachdenken müssten. China ist mit seiner derzeitigen Situation zufrieden. Ich denke, die anderen Länder sollten sich im Moment eher auf ihre eigenen Probleme konzentrieren, als auf eine Rettung durch andere zu hoffen", sagte Lou am Rande des G20-Gipfels. Das Risiko einer harten Landung sehe er nicht, so der chinesische Finanzminister weiter. "Dieses Thema steht nicht auf der Agenda dieses Treffens, da niemand überhaupt auch nur daran glaubt, dass dieses Risiko wirklich existiert."

"Obwohl das chinesische BIP nicht so schnell wächst wie in den vergangenen Jahren, sehen wir doch, dass in China eine Menge neuer Jobs kreiert werden. Des Weiteren wird derzeit besonders viel in den Dienstleistungssektor investiert", meinte Lou. "Das zeigt, wie vital die chinesische Wirtschaft ist."

In der ersten Jahreshälfte seien in China 7,32 Millionen Jobs kreiert worden – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum um 38.000 Stellen. Diese und andere Indikatoren – wie zum Beispiel der wachsende Stromverbrauch – machen es unwahrscheinlich, dass sich die chinesische Regierung für ein neues Stimuluspaket entscheiden könnte.

Das Ziel der chinesischen Regierung sind jedenfalls nach wie vor 7,5 Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Nach den 7,7 Prozent Wachstum im ersten und 7,5 Prozent im zweiten Quartal scheint China bezüglich dieses Ziels auf einem guten Weg zu sein.

Zhou Chunsheng, Professor für Finanzwirtschaft an der Cheung Kong Graduate School of Business, ist da jedoch anderer Meinung: "Die Wirtschaft auszubalancieren muss nicht notwendigerweise zu weniger Wachstum führen. Was mich besonders bedrückt, ist, dass sich in China nicht nur das Wirtschaftswachstum allgemein verlangsamt – insbesondere für die kleinen Unternehmen wird es immer schwerer zu überleben. Den Privatunternehmen steht eine wirklich harte, ungewisse Zeit bevor."

Quelle: german.china.org.cn

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