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24. 07. 2013 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Mögliches Ende lockerer US-Geldpolitik lässt Devisenkäufe sinken

Schlagwörter: US-Geldpolitik Devisenkäufe

Anzeichen, die auf ein Ende der quantitativen geldpolitischen Lockerungen der USA hindeuten, bewirken derzeit einen Rückgang bei Devisenkäufen. Allerdings gibt es laut Experten keine Anzeichen für einen kollektiven Rückzug ausländischer Investitionen aus China.

Angesichts erster Anzeichen, dass die USA ihre quantitativen geldpolitischen Lockerungen "auslaufen" lassen werden, verzeichnet China seit sieben Monaten nun den ersten Rückgang bei Devisenkäufen.

Wie aus den Daten, die von der People's Bank of China (Chinas Zentralbank) am Montag veröffentlicht wurden, hervorgeht, gingen die Devisenkäufe durch Finanzinstitute, ein wichtiger Indikator für Kapitalzu- und –abflüsse, im letzten Monat um 41 Milliarden Yuan auf 27,39 Billionen Yuan zurück.

Der Rückgang vollzog sich vor dem Hintergrund eines hohen Handelsüberschusses von 27 Milliarden US-Dollar und einem starken Zufluss ausländischer Direktinvestitionen in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar im gleichen Monat.

Die Daten zeigten, dass China im Juni starke Kapitalabflüsse erlebt habe, erklärte Zhang Zhiwei, Chefökonom für China bei der Nomura Holdings Inc. Dies sei eine deutliche Umkehr im Vergleich zum Jahresbeginn.

Laut den Statistiken der Zentralbank nahmen die Devisenkäufe von Januar bis April um durchschnittlich 377 Milliarden Yuan pro Monat zu.

Im Mai legten die Devisenkäufe um 66 Milliarden Yuan zu, da Wachstumssorgen aufkamen und die Regierung damit begann, hart gegen illegale Kapitalströme vorzugehen.

Das Devisenamt teilte am Montag in einer Erklärung mit, dass die Netto-Kapitalzuflüsse, die China in den vergangenen Monaten verzeichnet habe, "im Wesentlichen" moderat ausfielen angesichts der Zeichen aus den USA für eine quantitative Lockerung der Geldpolitik und dem Abwärtsdruck, der auf der chinesischen Wirtschaft laste.

Unterdessen, so fügte das Devisenamt hinzu, "haben die Erwartungen bezüglich der Aufwertung des Yuan nachgelassen. Yuan-Forwards implizieren sogar eine breitere Abwertung gegenüber dem US-Dollar." Forwards sind eine spezielle Form derivativer Finanzinstrumente.

Es wird gesagt, dass die strengeren Regulierungen der letzten Monate bezüglich grenzüberschreitender Handelsgeschäfte und Kapitalflüsse Arbitrage-Geldflüsse in die Form von Handelsabkommen "gezwungen" hätten. Dies habe ebenfalls zur Dämpfung der Kapitalflüsse beigetragen.

"Es gibt keine Anzeichen für einen kollektiven Rückzug ausländischer Investitionen."

Zhang erklärte, "die Kapitalabflüsse im Juni verstärken unsere Sicht, dass die Zentralbank den Mindestreservesatz um 50 Basispunkte pro Quartal vom dritten Quartal 2013 ab bis zum zweiten Quartal 2014 senken wird."

Er fügte hinzu, dass China eine längere Phase mit Kapitalabflüssen in der zweiten Hälfte dieses Jahres und der ersten Hälfte des Jahres 2014 erleben werde, da sich das Wachstum verlangsame und Investoren hinsichtlich einer harten Landung in China besorgt seien.

Die Kapitalabflüsse signalisierten, dass das Liquiditätsmanagement der Zentralbank vor neuen Herausforderungen stehe, sagte Guang Qing-you, ein Analyst bei Minsheng Securities Co., Ltd.

Quelle: german.china.org.cn

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