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23. 05. 2014 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Von Äpfeln über Hightech bis "Halal“ – die neue Seidenstraße bietet viele Chancen

Schlagwörter: neue Seidenstraße Chancen China

Die Wiederbelebung der Seidenstraße bringt vielen Unternehmen in Westchina und anderswo neue Geschäftsmöglichkeiten. Ren Junfeng, der stellvertretender Direktor der Shaanxi Baishui Hongda Fruit Industry Co., kündigte am Mittwoch an, dass sein Unternehmen in Kürze über Lagerkapazitäten für 5000 Tonnen Äpfel verfügen werde, was den Transport in zentralasiatische Länder erleichtern sollte.

Der Obstproduzent hatte 30 Millionen Yuan (3,5 Mio. Euro) in den Bau von Lagerhäusern investiert, um für den Transport nach Kasachstan vorgesehene Äpfel einzulagern. In den Provinzen Shaanxi, Gansu und der autonomen uighurischen Region Xinjiang, die alle an der historischen Seidenstraße liegen, werden schon seit langer Zeit hochwertige und köstliche Äpfel produziert.

Laut Gao Wubin, dem Direktor des Büros Obstindustrie der Provinzregierung Shaanxi, plane seine Provinz die Zusammenarbeit mit anderen Apfel-Anbaugebieten, um entlang der neuen Seidenstraße – von China über Russland bis nach Europa – eine ganze Reihe von Umschlagplätzen für Äpfel zu errichten.

Es ist eine interessante industrielle Kooperation, die sich zwischen Shaanxi und Kasachstan entwickelt hat: zwischen beiden Handelspartnern werden sowohl einfache landwirtschaftliche Produkte wie Äpfel, als auch technologische Produkte gehandelt.

Chinas Präsident Xi Jinping hatte den Aufbau eines Wirtschaftsgürtels entlang der neuen Seidenstraße im letzten September bei einem Besuch in Kasachstan vorgeschlagen. Den Aufbau einer "Seidenstraße des 21. Jahrhunderts“ erwähnte Xi dann noch einmal im Oktober, bei einem Besuch in Indonesien.

Diese Entwicklungsaussichten erfreuen viele Unternehmer in der Provinz Shaanxi. "Wir sehen großes Potenzial, unsere Geschäfte nach Westen hin auszudehnen“, sagte etwa Wang Baoyin, Vorsitzender von Hongxing-Milch aus dem Fuping-Kreis in Shaanxi.

Fuping ist das Zentrum der chinesischen Ziegenmilchproduktion. Hongxing-Milch exportiert seine Ziegenmilch bereits seit 13 Jahren nach Südostasien – vor allem nach Indonesien, Malaysia und Thailand. Im letzten Jahr lag die Exportmenge bei 200 Tonnen. Wangs Unternehmen wird im Oktober an einer Messe in Kasachstan teilnehmen, um seine Produkte entlang der neuen Seidenstraße bekannt zu machen.

Der geplante Wirtschaftsgürtel wird vor allem den Produzenten von Produkten, die dem muslimischen Reinheitsgebot entsprechen – also "halal“ sind – gigantische neue Handelsmöglichkeiten eröffnen, sagte Wang Jinzhen, stellvertretender Direktor des chinesischen Rats zur Förderung des internationalen Handels.

Die im letzten Jahr in der nordwestchinesischen Provinz Qinghai produzierten Halal-Güter hatten einen Wert von insgesamt acht Milliarden Yuan (950 Mio. Euro) – 15 Prozent davon wurden im Export erwirtschaftet. Waren es vor 10 Jahren nur 170 Unternehmen, die in Qinghai "halal“ produzierten, so sind es heute über 3000.

Laut Wang Heshan, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Provinzregierung von Ningxia, wurden in seiner Provinz sogar Halal-Produkte im Wert von 13,2 Milliarden Yuan (1,6 Mrd. Euro) produziert. "Die Regierung könnte die Seidenstraße dazu nutzen, Ningxia in eine Handelsbasis für die Halal-Industrie umzuwandeln“, sagte Wang.

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Quelle: german.china.org.cn

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