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| 28. 06. 2014 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die bekannte chinesische Videowebseite QVOD muss wegen Urheberrechtsverletzungen eine saftige Strafe in Höhe von 260 Millionen Yuan (30,8 Millionen Euro) zahlen.

Shenzhen QVOD Technology müsse die Strafe innerhalb von 15 Tagen nach Eingang des amtlichen Bescheids bezahlen. Falls das Unternehmen nicht pünktlich zahlen sollte, erhöhe sich die Strafgebühr laut Fang Canyu von der Marktaufsicht der Stadt Shenzhen um drei Prozent (knapp eine Million Euro) – pro Tag!
Das Unternehmen sollte die Strafe sofort bezahlen und dann erst Widerspruch einlegen, empfahl Fang. Die Firma könne innerhalb von 60 Tagen eine Überprüfung der Strafe beantragen oder innerhalb von drei Monaten dagegen klagen.
Die heftige Strafe ist circa drei Mal so hoch wie die illegalen Einnahmen, die sich QVOD durch die Verletzung der Rechte des Urhebers ergaunert haben soll, heißt es in der Begründung der Behörden.
Hohe Strafgebühren zu verhängen habe sich als beste Waffe im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen herausgestellt, so Zeng Raodong, Leiter der Rechtsabteilung der Marktaufsichtsbehörde Shenzhen.
Die Strafe wurde nur wenige Tage nach der Anhörung vom 17. Juni verhängt.
QVOD hatte insgesamt 24 Filme und Fernsehserien per Stream über seine Webseite angeboten, obwohl es sich völlig darüber im Klaren gewesen sei, dass dies gegen das Urheberrecht verstoße, sagte Fang.
Das 2007 gegründete Unternehmen hatte sich als Videoportal für raubkopierte Filme und Pornovideos einen Namen gemacht. Die Zahl seiner Nutzer wuchs schnell auf über 300 Millionen. Anfang April machte das Unternehmen seine QVOD-Server (quasi video on demand) vom Netz genommen, nachdem die nationale Verwaltung für den Schutz von Urheberrechten QVOD und Baidus Video-Service für illegal erklärt hatte. Die Server sind seither nicht mehr aufrufbar.
Das Unternehmen aus Shenzhen ist der neuste einer ganzen Reihe von Online-Videoanbietern, die den Maßnahmen der chinesischen Regierung gegen die Verletzung intellektueller Eigentumsrechte (IER) zum Opfer gefallen sind. Jetzt, da das Land den Schutz intellektuellen Eigentums verstärkt, sieht es so aus, als ob die Ära der extremen Film-Piraterie endgültig zu Ende gehe.
Andere Video-Anbieter, wie beispielsweise Youku, Sohu Video und Tencent Video, haben bereits reagiert und illegale Inhalte von ihren Webseiten verbannt sowie die Rechte an Filmen und Serien gekauft, um so der internationalen Norm zu entsprechen. Um die dadurch angefallenen, zusätzlichen Kosten zu decken, nutzen sie Werbung und Bezahlprogramme.
Letzten November hatte sich bereits eine Allianz drei großer Unternehmen gebildet, die gegen die Urheberrechtsverletzungen von QVOD und Baidu rechtlich vorgehen wollten. Die Kläger hatten eine Kompensation in Höhe von 300 Millionen Yuan (36 Millionen Euro) verlangt.
Shenzhen QVOD hat inzwischen angekündigt, allein in diesem Jahr 100 Millionen Yuan (zwölf Millionen Euro) für den Kauf der Rechte an Filmen und Serien auszugeben.
"Wir haben unsere schnelle Expansion den illegalen Inhalten und Raubkopien zu verdanken", sagte Wang Xin, Geschäftsführer von QVOD Technology, bereits Ende April. "Doch die Zeiten haben sich geändert, und der Wind weht uns jetzt ins Gesicht. Wenn wir als Unternehmen überleben wollen, müssen wir uns ab sofort an die Regeln halten."
Quelle: german.china.org.cn
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