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20. 01. 2015 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Schwab: China wird seine Kritiker Lügen strafen

Schlagwörter: Davos , WEF , Klaus Schwab

Am WEF in Davos trifft sich in dieser Woche die Elite aus Wirtschaft und Politik. Die Entscheidungsträger weltweit müssten radikal Umdenken, fordert Klaus Schwab. Von China verspricht sich der WEF-Gründer nicht nur wirtschaftlich viel.

Im schweizerischen Davos beginnt am Dienstag die Jahrestagung 2015 des Weltwirtschaftsforums (WEF). An der fünftägigen Veranstaltung werden 2500 Regierungsvertreter und Wirtschaftsführer aus 140 Ländern teilnehmen. Unter ihnen befindet sich auch Chinas Premier Li Keqiang.

WEF-Gründer Klaus Schwab äußerte sich im Vorfeld des Treffens über den aktuellen Zustand der Weltwirtschaft, die wirtschaftlichen Zukunftsaussichten und Chinas Rolle innerhalb der Weltgemeinschaft.

"In Anbetracht der abgeschwächten Entwicklung der Weltwirtschaft können wir nicht davon ausgehen, dass China nicht beeinträchtigt wird", mahnt der 76-Jährige. Es sei daher ganz wichtig, Möglichkeiten zu finden, "um Chinas Wachstumspotenzial auf ausgeglichene und nachhaltige Weise zu entfalten".

Eine stabile wirtschaftliche Entwicklung in China sei von höchster Bedeutung für die Weltgemeinschaft, betont Schwab. "Ich zolle der chinesischen Führung Beifall für ihre Anstrengungen in diesem Bereich. Der Übergang von einem Wachstum, das auf Innovation statt Massenproduktion beruht, ist in vollem Gang, auch wenn es natürlich noch große Herausforderungen gibt."

Die Welt stehe vor einem profunden politischen, wirtschaftlichen, sozialen und nicht zuletzt technologischen Wandel, der ein Umdenken erfordere, so Schwab weiter. Die Entscheidungsträger von heute müssten von völlig neuen Parametern ausgehen. Da es sich bei diesem Wandel um ein globales Phänomen handle, werde auch China davon nicht verschont bleiben.

Das im vergangenen Jahr in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen China und der Schweiz begrüßt der 76-jährige WEF-Gründer. Die kleine Schweiz sei ein guter Partner für die chinesische Wirtschaft. Sie könne China beim Übergang von einem Exportland für Massengüter hin zu einem Exportland für Produkte mit einer höheren Wertschöpfung helfen. Umgekehrt profitiere die Schweiz von einem besseren Zugang zu Chinas rasant wachsender Mittelklasse.

Nach Ansicht von Schwab sollten sich auch China und die Europäische Union so rasch wie möglich um mehr Freihandel bemühen. Das WEF in Davos sei der perfekte Ort, um diesbezügliche Möglichkeiten auszuloten und engere Handelsbeziehungen zu knüpfen. Geplant sei unter anderem ein Tischgespräch zwischen den beiden Handelsministern.

Die gegenwärtig größten globalen Herausforderungen sieht Schwab in den zunehmenden Einkommensunterschieden und sozialen Ungleichheiten, den wachsenden geopolitischen Spannungen sowie der schwindenden Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel. Vor allem gegen die wachsende Schere zwischen Arm und Reich müsse dringend eine Lösung gefunden werden, warnt Schwab. Ansonsten sei die Zukunft des Kapitalismus ernsthaft gefährdet.

Von China verspricht sich Schwab vor allem bei der Konfliktprävention, beim Klimaschutz und bei der Förderung des globalen Wirtschaftswachstums positive Akzente. Voraussetzung hierfür sei die internationale Zusammenarbeit.

Trotz allen Herausforderungen gibt sich der 76-Jährige insgesamt optimistisch - auch was Chinas Rolle anbelangt: "Ich habe gelernt, dass China denjenigen, die skeptisch über seine Entwicklung und seinen Kurs sind, für gewöhnlich das Gegenteil beweist."

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Quelle: people.cn

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