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07. 03. 2015 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Interne Unausgeglichenheit im Energiesektor ein "dringendes Problem"

Schlagwörter: Energieverbrauch Stromnetz

Ein Rückgang des Energieverbrauchs inmitten eines wirtschaftlichen Abschwungs – dies bedeute für China, dass dringend eine Lösung für die internen Ungleichgewichte bei Angebot und Nachfrage gefunden werden müsse, sagte ein hoher Beamter am Donnerstag.

Arbeiter prüfen das Stromnetz im Landkreis Dingyuan in der ostchinesischen Provinz Anhui (17. Februar 2015).

Nur Bekri, Leiter der Nationalen Energiebehörde (NEA), der höchsten Energie-Planungsbehörde, sagte gegenüber China Daily, dass lokale Regierungsbeamte aus energiereichen Provinzen zunehmend seine Hilfe beim Verkauf ihres Energieoutputs suchten-dies sei die größte Veränderung, die er seit der Annahme seiner neuen Position im Dezember erlebt habe, so Bekri.

Bekri war Vorsitzender desressourcenreichen Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang im Nordwesten Chinas gewesen, bevor er zum Leiter der NEA und zum stellvertretenden Leiter der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform, der höchste Wirtschaftsplanungsbehörde Chinas, ernannt wurde.

In der Vergangenheit seien es in der Regel große Energieverbraucher wie die ostchinesischen Provinzen gewesen, die die NEA um eine Genehmigung zum Kauf von mehr Kohle, Strom und Gas der Energie produzierenden Regionen wie Shanxi, Sichuan und der Autonomen Region Innere Mongolei gebeten hätten.

Betroffen vom Einbruch der Konjunktur und der konsumgetriebenen Wachstumstransformation hat die Energienachfrage, insbesondere der Stromverbrauch in einigen Provinzen, nachgelassen.

Die NEA erwartet, dass das Wachstum des durchschnittlichen Verbrauchs von Primärenergie bis zum Jahr 2020 um 3,4 Prozent und bis 2030 um 2,3 Prozent pro Jahr fallen wird.

In den letzten Jahrzehnten war der Energieverbrauch um rund 7,9 Prozent jährlich gewachsen.

Die Abschwächung der Nachfrage ist schon jetzt zu spüren. So sagte zum Beispiel Chu Yanfang, stellvertretender General Manager der Tochtergesellschaft der State Grid Corporation of China (SGCC) – dem größte Stromanbieter Chinas –, dass das wasserkraftreiche Sichuan über installierte Kapazitäten von insgesamt 78,74 Millionen Kilowatt verfüge, die Spitzenlast in der Provinz aber nur bei 37,2 Millionen Kilowatt liege.

Auch wenn man Verkäufe an andere Provinzen berücksichtige, werde Sichuan in diesem Jahr noch einen Überschuss von bis zu 21,8 Milliarden Kilowattstunden haben.

Im Jahr 2014 habe die Provinz bereits 18,7 Mrd. Kilowattstunden Strom verschwendet, sagte Chu.

Wasserkraft sei saubere Energie und ihre Verschwendung führe zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten und ökologischen Kosten, so Chu weiter.

Wang Dongming, Sichuans Parteichef, sagte, dass das Stromnetz in Sichuan bessere Verbindungen zu anderen Provinzen bekommen sollte – außerdem sollten die Strompreise verringert werden, um eine Erhöhung des Energieverbrauchs zu bewirken.

Liu Zhenya, der Präsident des staatlichen Stromnetzbetreibers SGCC, hatte in einem früheren Interview gesagt, dass neue Hochspannungsleitungen zur Lösung von Chinas Problemen wegen der Ungleichgewichte bei den Energielieferungen beitragen würden.

Die SGCC plant, im Jahr 2015 über 420 Milliarden Yuan (61,7 Milliarden Euro) ins Stromnetz zu investieren, 24 Prozent mehr als im letzten Jahr. Der Hauptteil dieser Gelder werde in den Bau solcher Hochspannungs-Fernleitungen gehen, so das Unternehmen.

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Quelle: german.china.org.cn

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