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09. 06. 2015 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Haier geht auf das Zeitalter des Internets zu und definiert "Made in China" neu

Schlagwörter: Haier Japan


Haier stellt in Japan die weltweit erste portable Waschmaschine vor. Im Internetzeitalter sammelt Haier die Ideen der Kunden, wie auch die der portablen Waschmaschine, auf interaktiven Plattformen. (Foto: Wang Jian)

Rrs.com, die zum Haushaltsgeräthersteller Haier gehört, ist die erste chinesische Internetmarke, die ein Handelsvolumen von 10 Milliarden Yuan (1,63 Milliarden USD) überstieg. Während des Frühlingsfestes in diesem Jahr, vom 18. zum 24. Februar, verschickte rrs.com über die beliebte Instant Messaging App WeChat zahlreiche E-Coupons. Es ist die präzise Suche für Zielgruppen, die das Geschäft für rrs.com optimiert hat. Gegenwärtig sind mehr als 70% der Abonnenten der WeChat Kanals auch aktive User.

Vom Kühlschrankproduzenten am Rande des Bankrottes, hat Haier sich mittlerweile zu einem der größten Hersteller von Haushaltsgeräten entwickelt und geht nun in Richtung Internet-verbundener Innovationen.

Vor 15 Jahren hat Zhang Ruimin, der Vorstandsvorsitzende der Haier Gruppe, eine damals geradezu "sensationelle" Sichtweise entwickelt. Eine Firma, die das Internet nicht berücksichtigen würde, würde zugrunde gehen. Später gab er zu, dass die Zukunft damals noch unsicher gewesen war, aber er hatte das Gefühl gehabt, dass das Internet die Welt verändern würde. Haier begann ab 2012 eine Internetstrategie umzusetzen.

Haier war in den letzten drei Jahrzehnten Teil der "Made in China"-Legende. Die Internetstrategie ist die fünfte Strategie, die Haier umsetzt. Die vorhergehenden vier Strategien waren die "Strategie der berühmten Marke" (1984-91), die "Strategie der diversifizierten Entwicklung" (1991-98), die "Strategie International" (1998-2005) und die "Strategie eine globale Marke zu werden" (2005-12).

Über diese vier erfolgreichen Strategien entwickelte sich Haier zu einer der weltgrößten Marken von Haushaltsgeräten. Laut Zahlen der Londoner Marktforschung Euromonitor International, liegt der Marktanteil von Haiers Haushaltsgeräten bei weltweiten 10,2 Prozent und damit an sechster Stelle. Das liegt auch vor allem an der Produkt- und Servicequalität.

"Made in China" hat oft den Ruf von Low End, aber Marken wie Haier brechen mit solchen Vorurteilen. Laut einer Studie von Euromonitor International, ist Casarte, eine der Marken Haiers, eine der meistgewählten Haushaltsmarken im High End Bereich, sowohl in China als auch international. Adrian Micu, der CEO von Haier America, sagt, dass Haier unter amerikanischen Konsumenten eine der bekanntesten internationalen Marken sei. Bis heute hat die Gruppe rund 8000 Verkaufsstellen in Nordamerika und ihre Produkte werden bei Walmart und BestBuy angeboten.

Während man am Markt große Fortschritte macht, ist Haier dabei, neue Managementmethoden zu testen. Die neuen Managementtheorien erregen auch das Interesse von Managementschulen im Ausland. Marshall W. Meyer, ein Managementprofessor an der Wharton School der University of Pennsylvania, ist der Ansicht, dass Haier einige Innovationen gemacht hat, die über westliche Theorien hinausgehen. Michael E. Porter, eine führende Autorität der Wettbewerbsstrategie, sieht Zhang Ruimin als überdurchschnittlichen Strategen.

Man denkt nicht daran, die Produktion aufzugeben, aber Haier versucht weitere Marktfortschritte über die Internetdenkweise zu machen. Zhang ist der Meinung, die Internetdenkweise beinhaltet zwei Aspekte: Die Mitwirkung der Konsumenten, Fabriken und Verkaufskanäle am Produktionsprozess und die Firma im Endeffekt nicht mehr die Produkte, sondern die Kunden managen wird. Die konventionellen Wege der Produktion konzentrieren sich auf die Produkte, aber in Zukunft werden die Firmen durch ihre eigenen Produkte hindurchsehen müssen, um mit den Kunden zu interagieren, deren Bedürfnisse zu verstehen und erst dann zu entscheiden, was produziert werden soll. Um im Zeitalter des Internets zu überleben, muss Haier ein serviceorientiertes Unternehmen werden, findet Zhang.

Zhou Zunjie, einer der rotierenden Präsidenten der Haier Gruppe, sagt, damit Haier zu einem Internetproduktionsbetrieb wird, muss die Firma sich auf die Bedürfnisse der Konsumenten konzentrieren und mit den Ressourcen der gesamten Gesellschaft das kreieren, was die Konsumenten wollen. "Das ist das Herz des künftigen ‚Made in China'", sagt Zhou.

"Der Internetproduktionsbetrieb, der Haier werden wird, übernimmt ein ‚Factory-to-Consumer Modell'", meint Zhou und merkt an, dass die Kosten für ein solches Modell eigentlich recht hoch waren, aber heute kann es durch das Internet besser aufgeteilt und angepasst werden. "Das ist ganz klar ein Vorteil, der durch das Internet entsteht", findet er.

Um die verschiedensten Bedürfnisse der Konsumenten rund um die Welt zu stillen können, hat Haier ein System der "offenen ökologischen Innovation über den Gesamtprozess" entwickelt, um besser mit den Konsumenten, Lieferanten und den wichtigsten Ressourcen interagieren können. Als sie herausfanden, dass Bauern ihre Waschmaschinen verwendeten, um darin Tomaten zu waschen, begann Haier für sie eine Waschmaschine mit einer "Spezialfunktion" zu produzieren. Genauso werden auch Minikühlschränke, die unter einem Schreibtisch Platz finden, produziert, um damit der jüngeren, in kleine Wohnung lebenden, Generation gerecht zu werden.

"Aus Haiers Kommunikationsplattformen aus der ganzen Welt können wir die neuesten Ideen und Vorstellungen, die Konsumenten für ihr künftiges Leben haben, ersehen", sagt Li Pan, Vizepräsident der Haushaltsgerätegruppe Haiers. Laut ihm kommen viele Ideen für neue Produkte aus den interaktiven Plattformen, wie beispielsweise Kühlschränke, die auch nach einem Stromausfall von 100 Stunden noch kühl bleiben, für den pakistanischen oder transportable Miniwaschmaschinen für den japanischen Markt.

Innerhalb Haiers, gibt es viele "Mini-Haiers". Zhang hat die Gruppe in viele kleine Teams aufgeteilt, die sich selbst managen. Die Mitarbeiter können ihre eigenen Ideen entwickeln, indem sie Kundenmeinungen und Marktinformationen aus dem Internet einholen. Wenn eine Idee die Zustimmung des höheren Management gefunden hat, kann die Mitarbeiterin, die die Idee entwickelt hat, diese innerhalb des eigenen Teams formen und managen und das Projekt implementieren und die Gewinne aus dem, die von seinen Mitarbeitern gegründet worden waren, unterstützt und damit der Gesellschaft 1 Million Arbeitsplätze angeboten.

In der Zukunft wird sich Haier von einer produzierenden Firma in eine Firma verwandeln, die Erfinder macht und selbst eine Art Brutkasten für Ideen werden. Zhou sagt, dass Haier nicht nur Erfinder innerhalb der eigenen Gruppe, sondern aus der ganzen Welt fördern wird.

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Quelle: Beijing Rundschau

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