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22. 12. 2008 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Ländliche Gebiete Chinas brauchen dringend Lehrer

Die schlechteren Lebensbedingungen und das geringe Einkommen schrecken viele qualifizierte ab, in ländlichen Gebieten zu unterrichten. Höhere Subventionen und verbesserte Leben- und Arbeitsbedingungen sind nötig, um mehr Lehrer aufs Land zu locken.

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Trotz des rapiden Anstiegs von Regierungssubventionen sind einem vom Bildungsministerium veröffentlichten Bericht zufolge die ländlichen Gebiete Chinas immer noch nicht attraktiv für qualifizierte Lehrer. Der Bericht besagt, dass in den ländlichen Gebiete des Landes Lehrer für Fremdsprachen, Musik, Sport, Kunst und Informationstechnologie benötigt werden.

Offizielle Statistiken zeigten, dass das Verhältnis zwischen der Zahl der Schulklassen und Lehrer in den neun ärmsten Provinzen und Regionen in West- und Zentralchina 1 zu 1,3 im Jahr 2006 betrug, und damit niedriger als das durchschnittliche Verhältnis in China von 1 zu 1,9 ist. Abgesehen davon hinkt die Zahl an Lehrern der schnellen Erweiterung von Schulen auf dem Lande hinterher. Qualifizierte Lehrer ziehen ungern in ländliche Gebiete, da das momentane Humankapitalmanagement der Bildungsämter ihren Bedürfnissen nicht gerecht werde, heißt es in dem Bericht.

Im vergangenen Jahr gab es 379.000 "Aushilfslehrer", das heißt unqualifizierte Lehrer, landesweit, von denen 87,8 Prozent in ländlichen Gebieten arbeiteten. In Guangdong, Guangxi und Gansu betrug die Zahl der "Aushilfslehrer" über zehn Prozent der ausgebildeten Lehrer in den Grundschulen. "Aushilfslehrer" mehrten sich in armen Gebieten in China in den 1990er Jahren, als Lokalregierungen sich nicht mehr leisten konnten, qualifizierte Lehrer einzustellen. In den letzten Jahren wurden sie mehr und mehr durch Absolventen pädagogischer Hochschulen ersetzt, da die Zentral- und Lokalregierungen mehr Gelder für die Bildung auf dem Land bereitstellten. Dennoch, so der Bericht, sei die Qualität der Lehrer auf dem Lande in Grund- und weiterführenden Schulen kein Grund zum "Optimismus", da über 40 Prozent der Lehrer auf dem Lande keinen Anschluss in Fächern wie Chinesisch, Mathematik, Kunst, Musik und Sport hätten.

Der Bericht besagt außerdem, dass erfahrene und junge Lehrer wegen der nicht zufriedenstellenden Lebensbedingungen und dem geringeren Einkommen nicht an Schulen auf dem Lande unterrichten wollten. Im Jahr 2006 lag das durchschnittliche monatliche Einkommen von Lehrern in Grundschulen von 273 Kreisen und in weiterführenden Schulen von 210 Kreisen unter 1000 Yuan (rund 110 Euro). Hinzu kommt, dass viele Lehrer auf dem Lande keine Sozialversicherung haben. Über 60 Prozent der Schuldirektoren, die interviewt wurden, gaben an, dass ihre Lehrer keine Krankenversicherung hätten.

Quelle: Xinhua

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