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04. 02. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Tödliche Keime in Babymilch gefunden

Nach dem Skandal wegen mit Melamin verunreinigtem Milchpulver im letzten Jahr gibt es wieder Bedenken über die Sicherheit von Babymilchpulver. In Milchpulver, das in Taiwan produziert und nach Hong Kong geliefert wurde, wurden Bakterien gefunden, die bei Säuglingen zum Tod führen können.

Das chinesische Hauptamt für Qualitätskontrolle und Quarantäne hat am Montag bekannt gegeben, dass in Babymilch, die letztes Jahr von Taiwan nach Hong Kong geliefert wurde, tödliche Keime gefunden wurden. Die verunreinigte Babynahrung war unter den 852 Chargen von Lebensmitteln, Getränken und Kosmetikprodukten, die von August bis November letzten Jahres die Tests des Hauptamts für Qualitätskontrolle und Quarantäne nicht bestanden hatten, erklärte der Sprecher der Behörde Li Yuanping.

Das beanstandete Unternehmen Wei Chuan, eine Tochtergesellschaft des taiwanesischen Lebensmittelkonzerns Ting Hsin International Group, erklärte am Montag in einer Stellungnahme, dass sein am Festland verkauftes Milchpulver sicher sei. Li bestätigte, dass das verunreinigte Milchpulver am Festland nicht auf den Markt gekommen sei.

Nachdem letzten Oktober in Hong Kong in 9,6 Tonnen Milchpulver von Wei Chuan Bakterien des Typs Enterobacter sakazakii entdeckt worden waren, regten sich Bedenken über die Lebensmittelsicherheit. Die Produkte wurden alle in Taiwan produziert.

Enterobacter sakazakii kann zu Gehirnhautentzündung, Entwicklungsproblemen und Tod führen. Bei Säuglingen beträgt die Sterblichkeitsrate mehr als 50 Prozent. Es wurden allerdings keine Erkrankungen in Zusammenhang mit den Milchprodukten gemeldet.

Der Babymilchhersteller sagte, dass das Babymilchpulver von Wei Chuan, das am Festland verfügbar ist, von seinem Jointventure, der Hangzhou Weichuan Biotechnology Food Company, hergestellt werde. „Die verunreinigten Produkte wurden importiert und haben nichts mit Hangzhou Weichuan zu tun. Lokal hergestellte Produkte wurden mit Sicherheitszertifikaten der Regierung ausgezeichnet“, erklärte das Unternehmen auf seiner Webseite.

Die Qualitätskontrollbehörde deckte auch Probleme mit Lebensmitteln und Getränken, darunter Wein, gefrorenem Fisch, Wasser und Keksen aus den USA, Japan und Spanien auf. Pauls Milk, die von Parmalat Australien, einer Tochter des italienischen Lebensmittelkonzerns, hergestellt wird, steht aufgrund der hohen Konzentration an Bakterien ebenfalls auf der Liste der Qualitätskontrollbehörde.

Die jüngsten Probleme mit Babynahrung kommen nach dem großen Skandal des letzen Jahres, bei dem nach dem Genuss von mit Melamin verunreinigtem Milchpulver sechs Kleinkinder starben und 300.000 erkrankten.

Quelle: Shanghai Daily

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