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| 09. 02. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die Japaner brachten im Zweiten Weltkrieg während der Besatzung der südchinesischen Stadt Nanjing 300.000 Menschen um. Der Autor eines Buches, das die Glaubwürdigkeit einer Überlebenden dieses Massakers anzweifelt, wurde nun zu einer Entschädigungszahlung von 4 Millionen Yen verurteilt.
Der Oberste Gerichtshof Japans entschied am Donnerstag in einem endgültigen Urteil, dass der japanische Autor und Herausgeber eines Buches über das Nanjing-Massaker wegen Beleidigung insgesamt 4 Millionen Yen (rund 33.000 Euro) als Entschädigung an die chinesische Klägerin Xia Shuqin zahlen muss.

Xia Shuqin, eine der Überlebenden des Nanjing-Massakers, auf einem undatierten Foto (Foto: Xinhua)
Der Oberste Gerichtshof bestätigte damit die Urteile des Hohen Gerichts von Tokio und des Bezirksgerichts von Tokio. In den Urteilen hieß es, dass das Buch mit dem Titel "Eine vollständige Untersuchung des Nanjing-Massakers" den Ruf von Xia Shuqin, einer Überlebenden des Massakers, geschädigt habe, indem es dem Leser den falschen Eindruck vermittle, sie sei kein Opfer des berüchtigten Massenmordes während des Zweiten Weltkrieges gewesen.
Das von dem rechten Gelehrten Shudo Higashinakano, einem Professor an der Asia-Universität, veröffentlichte Buch wurde 1998 von Tendensha veröffentlicht.
Xia war acht Jahre alt, als ihre gesamte Familie während des Nanjing-Massakers umgebracht wurde. Sie wurde in einem Dokument erwähnt, das von einem amerikanischen Priester stammt. In dem Buch wird jedoch angezweifelt, dass sie eine Überlebende ist.
Am 13. Dezember 1937 besetzten angreifende japanische Truppen nach harten Kämpfen mit der chinesischen Armee Nanjing und verübten über sechs Wochen hinweg ein Massaker an der Zivilbevölkerung. Historische Aufzeichnungen belegen, dass mehr als 300.000 Chinesen, darunter nicht nur unbewaffnete Soldaten sondern auch Zivilisten umgebracht wurden.
Quelle: Shanghai Daily
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