Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>China Schriftgröße: klein mittel groß
10. 07. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Bald 100 Millionen Einwohner in Henan

Der 11. Juli ist der zwanzigste Weltbevölkerungstag. Er ist für Henan, die Provinz mit einer größten Bevölkerungszahl in China, von einer besonderen Bedeutung. Die Einwohnerzahl in dieser Provinz wird voraussichtlich bald auf 100 Millionen steigen.

Bald 100 Millionen Einwohner in Henan

Schüler thematisieren das Problem der Überbevölkerung mit eigenen Zeichnungen.

Nach einer Prognose der Kommission für Familienplanung in Henan wird der 100-Millionste Bewohner in der Provinz Henan zwischen dem 7. und dem 8. Juli 2010 auf die Welt kommen. Zwar wäre es ohnehin früher oder später geschehen, dass die Bevölkerungszahl in Henan 100 Millionen überschreitet, doch war dieser Moment nun wegen der Einführung der Familienplanung erst 13 Jahre gekommen. "Seit der Einführung der Familienplanung vor mehr als 30 Jahren sind 33 Millionen Babys weniger in Henan geboren worden", sagte Leiter der Kommission für Familienplanung in Henan, Meng Xianchen.

Die Provinz Henan liegt in Zentralchina. Mit der großen Bevölkerungszahl auf dem Land war Henan im Jahr 2001 zur bevölkerungsreichsten Provinz geworden. Ende 2008 hat die gesamte Bevölkerungszahl dieser Provinz 99,18 Millionen erreicht, was 1,5 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht.

Xu Guangchun, Sekretär der provinziellen Kommission der KP Chinas in Henan, sagte, wenn man die Bevölkerungssteigerung nicht kontrolliere, würde die Bevölkerungsdichte auf einem Quadratkilometer von 594 auf 786 steigen. Die pro Kopf Anbaufläche würde sich von 1,12 Mu (747 Quadratmetern) auf 0,83 Mu senken.

Aus dem traditionellen Gedanken, dass mehr Kinder mehr Lebensglück bringen und die Söhne die Alten pflegen, möchten viele Chinesen mehrere Kinder haben. Deswegen ist es für die derzeitige Familienplanung eine wichtige Aufgabe, geringere Geburtszahl zu behalten.

Wang Xianzhi, Bevölkerungsexpertin an dem Forschungsinstitut für Bevölkerung und Entwicklung der Pädagogischen Fachschule in Henan, sagte, dass die Veränderung der Bevölkerungszahl in Henan für ganz China von großer Bedeutung sei. Die künftigen 100-Millionen bringen aber auch Herausforderungen mit sich, sagte Wang weiter.

China hat seit den 70er Jahren im vergangenen Jahrhundert die Familienplanung im ganzen Land betrieben. 1982 wurde die Planung als Grundstaatspolitik festgelegt. 2001 war das Gesetz über Bevölkerung und Familienplanung in Kraft getreten.

Am Anfang der Einführung der Familienplanung war die Durchsetzung dieser Politik hauptsächlich von Verwaltungsbefehlen und Wirtschaftsbestrafungen abhängig. "Nun ist diese Situation von Grund auf anders geworden", sagte Wang. Die Familienplanung dient jetzt nicht nur die Kontrolle der Bevölkerungszahl, sondern auch der hohen Qualität bei der Babygeburt und der Ernährung der Kinder. Die Familienplanung dienee für die Leute von Geburt bis Tot. Wie in anderen Gebieten in China regelt es in Henan auch die Prinzip der "Belohnung für wenige und gute Geburt".

Duandong ist ein Dorf mit 919 Bewohnern in Henan. Jeder Dorfbewohner besitzt nur eine Anbaufläche von einer halben Mu. Mit der Familienplanung ist die Bevölkerungszahl in diesem Dorf nur um 270 als im Jahr 1980 gestiegen.

Die 42-jährige Dorfbewohnerin Li Meixiang hat eine 14-jährige Tochter. Nach der Planung darf sie noch ein Kind auf die Welt bringen. Sie hat aber entschieden, kein Kind mehr zu gebären. Li rechnet vor Xinhua: "Wenn ich noch ein Kind gebäre, kostet es die Schulgebühren von Grundschule bis Uni-Abschluss 60.000 Yuan. Wenn ich nur ein Kind habe, bekomme ich jährlich noch 1000 Yuan von dem Dorf. Seit ich über 60 Jahre alt bin, werde ich jährlich noch 840 Yuan mehr Unterstützung von der Regierung." Li sagte weiter: "Nun besucht meine Tochter noch die Mittelschule. Wenn sie an der Hochschulaufnahmeprüfung teilnimmt, bekommt sie als Einzelkind noch 10 Punkte mehr. Ich möchte sie gut heranziehen. Wenn sie gut ausgebildet wird, ist ein Kind noch besser als viele."

Zwar sind viele Dorfbewohner auch der Meinung von Li Meixiang, begären viele Familien in den armen Gebieten noch illegal mehrere Kinder. Das Problem ist unter den Wanderarbeiter besonders ernst, sagte Wang weiter.

Als Entwicklungsland steht China mit dem großen Bevölkerungswachstumsrat vor schwierigen Belastungen. Die Aufgabe, die Entwicklung von Bevölkerung, Wirtschaft, Gesellschaft, Ressourcen und Umwelt einheitlich und umfassend zu planen, ist immer noch sehr anstrengend, meinte die Expertin.

Quelle: Xinhua

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
 
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr