Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>China Schriftgröße: klein mittel groß
17. 03. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

CCTV-Brand: Sprinkler waren nicht betriebsbereit

Die Feuerlöschanlagen waren nicht die in den neuen CCTV-Turm vor einem Jahr, wenn es in Flammen aufging, zeigte Forscher zum ersten Mal.

Der neue CCTV-Turm ging vor einem Jahr in Flammen auf.

Die nationale Fernsehanstalt CCTV und andere Vertragspartner hätten dabei versagt, die kaputten Notfallsprinkler zu reparieren und die Durchführung verschiedener anderer Aufgaben vernachlässigt, die das Feuerkontrollsystem einsatzbereit gemacht hätten, zitierte die Beijing Times lokale Staatsanwälte am Montag.

Die Tageszeitung berichtete auch, die Wasserpumpen hätten während des Brandes versagt, weil die Bauunternehmer Sicherheitsverfahren missachtet und Löschwasserreserven abgezweigt hätten, um es für die Bauausführung zu benutzen.

Das Feuer, das durch ein ehrgeiziges, illegales Feuerwerk verursacht wurde, das CCTV-Beamte organisiert hatten, verzehrte am 9. Februar 2009 sowohl das Innere als auch das Äußere des Luxus-Anbaus.

Der in Beijing erscheinenden Zeitung zufolge hatten Bauarbeiter die CCTV-Beamten bereits zwei Monate vor dem Feuer gewarnt, dass es Funkionsstörungen im Brandkontrollsystem des Gebäudes gebe. Die Staatsanwälte sagten, die Beamten hätten ihre Augen davor verschlossen.

Reparatur-Mitarbeiter sollen am Vorabend des Feuerwerks Angeblich versucht haben, die Feuerlöschpumpen innerhalb des 30-stöckigen Anbaus instandzusetzen, hätten aber aufgegeben, weil sie die Arbeit in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht vervollständigen konnten, sagten die Staatsanwälte. Die Bauunternehmer hätten ihren Arbeitnehmern auch gesagt, dass die Feuerleitsysteme im Falle eines Brandes keinen großen Unterschied machen würden

"Sobald ein Feuer in dem Turm ausbricht, können die Feuerlöschpumpen unmöglich genug Wasser zur Verfügung stellen, um das Gebäude zu retten", wurde den Arbeitern laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft erzählt.

Der Brand war auf dem Dach des Turmes ausgebrochen, nachdem explodierende Feuerwerkskörper darauf gelandet waren. Die alarmierte Feuerwehr versuchte mit Drehleitern, ein Ausbreiten des Feuers zu stoppen, wurde aber daran durch einen Mangel an Wasser gehindert, weil zuvor die Pumpen entleert worden waren, so die Zeitung.

Der CCTV-Brand gilt als eines der größten Infernos in der jüngeren Geschichte der Hauptstadt, der Sachschäden in Höhe von 160 Millionen Yuan (23,4 Millionen Dollar verursachte), das Leben eines Feuerwehrmanns kostete und acht andere seiner Kollegen schwer verletzte.

Mehr als 44 Beamte und Logistikmitarbeiter erwarten Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Brand wegen des Verursachens von Schäden durch gefährliche Stoffe und Pflichtvernachlässigung.

Xu Wei, zu der Zeit ein hoher CCTV-Beamter und der Hauptverdächtige in dem Fall, drohen bis zu sieben Jahren Gefängnis und Geldstrafen, falls er für schuldig befunden wird. Xu sitzt seit fast einem Jahr in Untersuchungshaft, und die Staatsanwälte gaben an, ihm könne ein separater Prozess wegen Korruptionsvorwürfen drohen.

Ehemalige Beamte der Aufsichtsbehörden für Bauausführungs- und Arbeitssicherheit gehören zu den 44 Personen, die mit gerichtlichen Anklagen konfrontiert sind. Ihnen wird der Prozess gemacht werden wegen Pflichtverletzung, weil sie die illegalen Praktiken nicht unterbanden, die zu dem Unglück geführt haben.

Das Staatsfernsehen CCTV war wegen des Brandes zuvor mit einer Geldstrafe von 3 Millionen Yuan belegt worden, und dessen ehemaliger Direktor, Zhao Huayong, der seinen Posten kurz nach dem Feuer verließ und andere CCTV Beamte wurden in der Verwaltungshierarchie degradiert.

Ein Gericht in Peking begann im letzten Monat mit dem ersten Verfahen in dem Fall, das von einem Zulieferer beantragt wurde, dem CCTV noch immer Geld für gelieferte Baumaterialien schuldet.

 

Quelle: China Daily

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr