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03. 08. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Bürger gehen zum Schutz ihres kantonesischen Dialekts auf die Straße

Hunderte von Menschen versammelten sich am Sonntag in der südchinesischen Stadt Guangzhou und forderten die Behörden auf, ihre lokalen Dialekt, das Kantonesische, zu bewahren.

Bürger gehen zum Schutz ihres kantonesischen Dialekts auf die Straße.

Es war bereits die zweite derartige Demonstration von meist jungen Guangzhouer Bürgern seit vergangenem Wochenende. Hintergrund ist, dass der lokale politische Beirat vor ein paar Wochen vorgeschlagen hatte, dass Guangzhou TV mehr Nachrichtensendungen in Mandarin ausstrahlt oder dass ein neuer Kanal geschaffen wird, der auf Hochchinesisch sendet.

Die Bürger in Guangzhou, der Hauptstadt der Provinz Guangdong, fürchten nun, dass mit der Förderung von Mandarin ihr eigener Dialekt verdrängt werden könnte. Am Sonntag fand im Volkspark, gerade vor dem Gelände der städtischen Regierung, eine Kundgebung statt. Polizisten waren im Einsatz, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Die Demonstration begann gegen 14 Uhr und dauerte rund zweieinhalb Stunden.

Fernsehsender in China müssen grundsätzlich in Mandarin senden. Da Guangdong an Hongkong und Macao grenzt, wo Kantonesisch weit verbreitet ist, erhielt Guangzhou TV bereits in den 1980er-Jahren von der Staatlichen Verwaltung für Radio, Film und Fernsehen eine Ausnahmegenehmigung, um auf Kantonesisch zu senden und auf diese Weise ebenfalls Zuschauer aus den beiden Regionen zu bedienen.

China hat acht große Dialekte. Allerdings kann die Zahl aufgrund unterschiedlicher Klassifikationen variieren. Es ist in der Regel für diejenigen, die einen dieser Dialekte sprechen, schwierig, die jeweils anderen zu verstehen. Die Stadtregierung Guangzhou hat betont, dass die lokalen Behörden mit diesem Schritt nicht planten, den kantonesischen Dialekt abzuschaffen.

Quelle: Xinhua

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