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31. 12. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Lokalregierung zwang Frauen zu Gebärmutterentfernung

Schlagwörter: China, Gebärmutter, Frauen

Noch heute werden in manchen Regionen Chinas Frauen dazu gezwungen, ihre Gebärmutter zu entfernen – obwohl dies die Lokalregierungen gar nicht dürfen.

Frauen im Landkreis Sangzhi in der Provinz Hunan klagten, dass sie zu Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) gezwungen wurden. Manche von ihnen erlitten sogar schweren Verletzungen durch die Operation. Eine von ihnen, Zou Xiaofen, 31, mit zwei Töchtern, sagte, dass sie gezwungen worden sei, sich der Operation am 21. Dezember zu unterziehen. Die chirurgische Nadel brach durch und fiel in ihren Eileiter, was sie in Lebensgefahr brachte.

Lebensgefährliche Operation. Zou war selbst gegen die Operation, weil sie selbst an deren Sicherheit zweifelte, aber sie sagte, dass sie gezwungen war, die Operation durchzuführen, da sie schon zwei Kinder hatte. "Ich war sehr besorgt über das Leben meiner Frau, als sie einer Notfallbehandlung nach der Operation unterzogen wurde", erzählte Zous Ehemann Gu Yuewen der Global Times am Dienstag, den Tränen nahe.

Gu sagte, dass Chen Hualin, der Vorsteher des Landkreises, versprochen habe, dass die Kreisregierung Verantwortung für jeden Unfall, der während der Operation auftritt, übernehmen würde, und unterschrieb eine schriftliche Garantie dafür.

Er erzählte auch, dass seine Frau immer noch medizinische Behandlung für die Verletzung durch die Operation erhielt.

Nach der im Jahr 2001 erlassenen Regulierung für die Verwaltung der familienplanungsbezogenen technischen Dienste haben die Bürger das Recht, die gewünschte Verhütungsmethode auszuwählen. Li Meiying, eine andere Frau im Dorf mit zwei Töchtern, sagte der Global Times, dass sie schon 1997 zu einer solchen Operation gezwungen worden war und ein ähnliches Erlebnis wie Zou hatte: Die chirurgische Nadel brach während der Operation in ihren Eileiter. Sie sagte, dass die Regierung ihr bisher noch keine Entschädigungssumme bezahlt habe.

"Die Regierung sagte, dass sie unser Haus zerstören würde, wenn wir diese Operation nicht durchführen", sagte Li.

Anrufe an den Leiter des Landkreises Chen und seinen stellvertretenden Leiter bleiben unbeantwortet. Liang Zhongtang, ein Forscher für Familienplanung an der Akademie für Sozialwissenschaften in Shanghai, erklärte der Global Times, dass die aufgezwungene Hysterektomie gesetzlich verboten wurde, aber in der Tat verbreitet sich die Operation immer weiter, seitdem die Familienplanungspolitik im Jahr 1973 eingeführt wurde.

Liang sagte, dass die Gerichte normalerweise die familienplanungsbezogene Fälle nicht bearbeiten und die Opferfrauen nur auf Petitionen zurückgreifen können, wenn sie Entschädigung wollen.

Quelle: Global Times

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