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| 24. 03. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
China startet dieses Jahr eine landesweite Kampagne, um schärfer gegen illegale Online-Kartierung-Dienste vorzugehen, mit dem Ziel, die Menge an falschen und vertraulichen Informationen, die von diesen Seiten veröffentlicht werden, zu reduzieren.
China startet dieses Jahr eine landesweite Kampagne, um schärfer gegen illegale Online-Kartierungsdienste vorzugehen, mit dem Ziel, die Menge an falschen und vertraulichen Informationen, die von diesen Seiten veröffentlicht werden, zu reduzieren. Das Staatliche Amt für Erhebungen und Kartierung erklärte vergangene Woche in einer Stellungnahme auf seiner offiziellen Webseite, dass die Kampagne zur Schließung einiger Webseiten führen werde.
In der Stellungnahme heißt es, alle veröffentlichten Karten, die ernste Probleme beinhalten, beispielsweise falsche Informationen, würden gelöscht. Buchhandlungen, die unlizenzierte Karten verkaufen, würden aufgefordert, dies zu unterlassen. Das Vorhaben der Kontrolle von Online-Kartierungsdiensten wurde von einem Team bestehend aus Mitarbeitern des Amtes und zwölf weiteren Regierungsbehörden ausgearbeitet, darunter vom Ministerium für Öffentliche Sicherheit und der Staatsgeheimnisverwaltung.
Der Plan hat nicht nur das Ziel, die Veröffentlichung von Karten zu unterbinden, die heikle oder vertrauliche Informationen beinhalten, sondern soll auch Geschäften ein Ende bereiten, die Kartierungsdienste anbieten, welche nicht überprüft wurden oder zwar überprüft wurden, aber bei denen keine erforderlichen Änderungen gemacht wurden. Außerdem sollen lokale Behörden es mit der Maßnahme der Öffentlichkeit leichter machen, illegale Kartierungsdienste anzuzeigen.
Fälle von illegaler Kartierung sind nicht selten in China. Das Amt erlegte drei Deutschen eine Strafe auf, die illegal geografische Informationen in Yichang in der Provinz Hubei gesammelt hatten und die später die Informationen im Computer kartierten.
In China gibt es rund 42.000 Webseiten, die Karten anbieten. Einem Bericht von China Radio International zufolge bedeutet die steigende Zahl von unregulierten Kartierungsunternehmen auch, dass es mehr Fälle der Durchsickerung von Informationen gibt. In der Stellungnahme heißt es, die Kampagne werde zu mehr Regulierungen von Unternehmen führen, die Kartierungsdienste anbieten, und werde effektiv illegale Kartierung eindämmen, was wiederum die staatliche Sicherheit verbessern werde.
Li Jingwei, Geschäftsführer von Star Geomatics Park Investment, erklärte am Dienstag gegenüber China Daily, die illegalen Kartierungsdienste existierten hauptsächlich deswegen, weil die Kartierungsindustrie noch in den Kinderschuhen stecke und nur wenige Leute über den legalen Prozess wüssten, den sie gehen müssen, wenn sie Kartierungsdienste anbieten wollten. "Viele Kartierungsanbieter erkennen nicht die Wichtigkeit der Kartierungsdienste, und das ist Teil des Problems", so Li. Weiter sagte er, die Kampagne werde der gesunden Entwicklung der Kartierungsindustrie des Landes helfen.
Das Amt startete die Kontrolle von Online-Kartierungsdiensten im Mai. Sie fordert Unternehmen, die diese Dienste anbieten, auf, bis zum 31. März eine Lizenz zu beantragen, wenn sie mit diesem Geschäft weitermachen wollen. Über hundert chinesische und ausländische Firmen, die Online-Kartierungsdienste anbieten, haben bislang Lizenzen erlangt, die es ihnen ermöglichen, ihre Dienste weiter anzubieten. Weitere hundert beantragen derzeit eine Lizenz. Das Unternehmen Google, das jede Menge Kartierungsdienste anbietet, ist nicht unter den Unternehmen, die eine Lizenz beantragt haben, wie es in einem vorigen Bericht heißt.
Das Amt erklärte, es werde nach dem 1. Juli gegen unlizenzierte Kartierungsdienst-Anbieter vorgehen. Song Chaozhi, der stellvertretende Direktor des Amts, erklärte in einer Pressemitteilung im Januar, das Amt werde Vorzugsmaßnahmen für die Entwicklung der Online-Kartierungsindustrie bieten, die Schätzungen zufolge pro Jahr um 25 Prozent wächst.
Quelle: China Daily
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