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23. 05. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Dürre gefährdet Reisernte in Südchina

Schlagwörter: Dürre, China, Jangtse, Reis, Drei-Schluchten-Damm

Mitarbeiter eines nationalen Naturreservats in Shishou, Provinz Hubei, versuchten am Mittwoch, Süßwasser-Delfinen zu helfen, deren Leben durch gefährlich niedrige Wasserstände aufgrund einer schweren Dürre bedroht ist. Die Dürre ist so schwerwiegend, dass das Wildtierleben in der Jangtse-Region in Gefahr ist. (Foto: CFP)

Anhaltende Dürre im Mittel- und Unterlauf des Jangtse-Flusses im Südosten Chinas führte zu ernsthafter Sorge über die Kornerträge und zwang die Regierung nun dazu, mehr Wasser aus dem Drei-Schluchten-Staudamm abzulassen, um Nothilfe für die am schlimmsten betroffenen Gebiete zu leisten, berichtete China News Service am Wochenende.

Die Niederschlagsmenge über dem Mittel- und Unterlauf des Flusses hat in diesem Jahr um 40 bis 60 Prozent abgenommen und damit das niedrigste Niveau seit 1961 erreicht, sagte das staatliche Amt für Hochwasser- und Dürrebekämpfung am Freitag.

Im Landkreis Nanxian der zentralchinesischen Provinz Hunan sagten einige Bauern, dass sie in einem großen Anbaugebiet von Reis mit geringeren Erträgen rechneten. Die Ernete sollte normalerweise im Juli stattfinden. Hunan ist eine der größten Reisanbau- Provinzen Chinas, die 30,5 Millionen Tonnen Reis im vergangenen Jahr produzierte.

Ein Bauer namens Hu Jian erläuterte, er werde wahrscheinlich rund 200.000 Yuan (etwa 21,860 Euro) verlieren, weil er in diesem Jahr mehr als 600 Mu (40 Hektar) Reis gepflanzt habe, etwa 500 Mu (33,3 Hektar) mehr als im Vorjahr. "Ich habe schon auf etwa 200 Mu Reisfelder verzichtet, die ich wegen der Dürre nicht bewässern kann", sagte er.

Der Landkreis hat seit Januar etwa 160 Millimeter Regen bekommen, nur 40 Prozent der Niederschlagsmenge im Vergleichszeitraum des Vorjahres, sagte Yao Nianhua, stellvertretender Leiter des Amtes für Wasserressourcen des Bezirks. "Fünf der sechs Flüsse in diesem Gebiet sind ausgetrocknet ", sagte er.

Die Dürre hat mehr als 4,4 Millionen Mu von Kulturen beeinflusst und 820.000 Menschen stehen in der Provinz Hunan vor einem Mangel an Trinkwasser. Ebenso betroffen ist die benachbarte Provinz Hubei. Der Wasserstand in manchen Jangtse-Zweigen sank dort sogar auf ein Rekordtief.

Insgesamt 4,42 Millionen Menschen in Gansu, Hunan, Hubei und Yunnan und der Autonomen Region Innere Mongolei haben derzeit keine ausreichende Trinkwasserversorgung, um ihre täglichen Bedürfnisse zu erfüllen, sagte das staatliche Amt für Hochwasser- und Dürrebekämpfung am Freitag.

Das Amt sendete am Donnerstag Wasserpumpen sowie andere Ausrüstungen zu den Provinzen Hunan und Hubei und erhöhte die Wasserableitung aus dem Staubecken des Drei-Schluchten-Damms seit Freitag auf 10.000 Kubikmeter pro Sekunde. In den letzten drei Tagen sind rund 600 Millionen Kubikmeter Wasser aus der Talsperre abgeleitet worden, hieß es in einem offiziellen Statement vom Sonntag.

Quelle: german.china.org.cn

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