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09. 06. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Neun Personen bei gewalttätigen Auseinandersetzungen um Löhne festgenommen

Schlagwörter: Löhne, festgenommen, Streit

Neun Personen, die angeblich in einen gewalttätigen Streit um Löhne verwickelt waren, wurden in der Provinz Sichuan von der Polizei festgenommen, teilte diese am Dienstag mit.

Mehr als 200 Wanderarbeiter, die meisten aus der südwestchinesischen Provinz Sichuan, versammelten sich am Montagabend vor einem Regierungsgebäude der Gemeinde Guxiang in Chaozhou in der Provinz Guangdong, um gegen ihre Löhne zu protestieren. Bei den Streitigkeiten war bereits zuvor ein Wanderarbeiter schwer verletzt worden.

Bei dem Protest eskalierte die Gewalt zwischen hunderten von Wanderarbeitern und Einheimischen.

Mindestens drei Autos wurden dabei zertrümmert und eines angezündet, berichtete die örtliche Polizei. Dutzende Menschen wurden verletzt.

Die Polizei trieb die Menschenmenge vor dem Gebäude der Gemeindeverwaltung gegen 22.30 Uhr auseinander, teilte diese am Dienstag mit, ohne bekannt zu geben, ob bei dem Vorfall Menschen starben.

Ursache der Gewaltausschreitung war Berichten zufolge die schwere Verletzung eines Wanderarbeiters mit Nachnamen Xiong. Er arbeitete in der Stadt Deyang in Sichuan für eine lokale Keramikfabrik.

Der 19-jährige Xiong wurde durch Messerstiche schwer verletzt, nachdem er am 1. Juni in der Werkshalle mit dem Fabrikchef wegen ausstehender Löhne stritt. Xiongs Vater erlitt eine Kopfwunde.

Der Chef mit Nachnamen Su und zwei weitere einheimische Personen waren angeblich an der Messerattacke beteiligt. Die örtliche Polizei nahm sie am Sonntag fest.

"Die Menschen in Sichuan waren zu verärgert. Sie haben am Sonntagabend bereits das Tor des Regierungsgebäudes in Guxiang niedergedrückt", sagte ein örtlicher Ladenbesitzer mit Nachnamen Huang der Tageszeitung China Daily.

Am Montagabend versammelten sich Wanderarbeiter auf der Straße und zertrümmerten Autos und Geschäfte, sagte Huang.

Nach dem Vorfall wies das Amt für Öffentliche Sicherheit der Provinz Guangdong die örtlichen Polizeibehörden an, den Fall umfassend zu untersuchen, und rief zu einem besseren Schutz der Rechte von Wanderarbeitern auf.

Deng Jianhua, stellvertretender Direktor des Presseamtes in Deyang, forderte eine offene und gründliche Untersuchung der Gewaltausschreitungen.

"Wir tun was wir können, um die Rechte der Wanderarbeiter aus Sichuan zu schützen. Seien sie versichert, dass wir unser Bestes geben", schrieb er in seinem Mikroblog am Dienstag.

"Doch die Behörden in Chaozhou sollten öffentlich machen, warum die Arbeiter aus Sichuan so wütend waren und derart extrem handelten, um ihre Rechte zu schützen", schrieb er.

Chen Guang, ein Arzt der Universität Southwest Jiaotong, schlug vor, dass die örtlichen Behörden umgehend auf die Zahlungsforderungen der Wanderarbeiter eingehen. In China habe es in den vergangenen Jahren eine steigende Zahl von Lohnstreitigkeiten und heftigen Zusammenstößen gegeben.

"Die Behörden sollten derartige Streitsachen in vollem Umfang klären. Andernfalls enden diese leicht in sozialen Unruhen", sagte Chen am Dienstag.

Quelle: China Daily

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