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| 21. 06. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
China hat in der südchinesischen Stadt Shenzhen seine erste nationale Genbank gegründet. Unterstützt wird das Projekt vorwiegend vom renommierten Beijing Genomics Institute. China will auf diese Weise die Gentechnologie in eine seiner Schlüsselindustrien verwandeln.

Mit der Gründung der nationalen Genbank ist China in der Lage, seine wertvollen genetischen Ressourcen besser zu schützen, erforschen und zu nutzen, sagte Qi Chengyuan, Leiter der Abteilung Hightech-Industrie bei der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission. Dies helfe, die Gen-Industrie zu fördern und schütze zugleich die Erbinformationen des Landes. Die Genbank nutzt die Daten und die Einrichtungen des Beijing Genomics Institutes (BGI), doch soll sie auch mit anderen Organisationen aus der Biotech-Industrie im In- und Ausland zahlreiche Kooperationen eingehen, welche der Genbank beim Wachsen helfen.
Die Nationale Genbank hat den Ehrgeiz, die Entwicklung der internationalen Bioindustrie anzuführen, sagte BGI-Präsident Yang Huanming. Das Shenzhener Institut soll eine der größten Genbanken der Welt werden. Das BGI, das weltweit größte Institute zur Entschlüsselung von Gensequenzen, verfügt über tausend modernste Analyse-Geräte.
Experten sagen, dass sich das BGI dadurch von herkömmlichen Labors unterscheidet, dass es in der Lage ist, große Mengen an Daten zu verarbeiten und dadurch die Forschung industrialisieren kann. Manche glaube, dass es insbesondere die niedrigen Lohnkosten sind, welche dazu geführt haben, dass das BGI ausgesprochen wettbewerbsfähig ist. Doch der BGI-Sprecher Yang Bicheng betonte, dass sich die Bezahlung und die Sozialpakete in Rahmen des für die chinesische Bioindustrie Üblichen befinden.

Quelle: Xinhua
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