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20. 07. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Stadtverwaltung besorgt: Steigende Einwohnerzahlen in Beijing

Schlagwörter: China, Beijing, Bevölkerung, Bevölkerungsdichte

Chinas Denkfabriken riefen am Montag zu strengeren Maßnahmen zur Kontrolle der rasch wachsenden Bevölkerung in der Hauptstadt auf. Der Bevölkerungsdruck werde in den nächsten 20 Jahren vermutlich zunehmen, sagten sie.

Besucher strömen zum Platz des Himmlischen Friedens in Beijing; 1. Mai. (Foto: China Daily)

Das starke Bevölkerungswachstum sei die größte Sorge für die Stadtverwaltung Beijing innerhalb des Zeitraums des 12. Fünfjahresplanes (2011 bis 2015), hieß es in dem Jahresbericht über die Analyse der gesellschaftlichen Entwicklung Beijings, auch als Blaues Buch der gesellschaftlichen Entwicklung bekannt. Der Bericht wurde am Montag vom Akademischen Verlag für Sozialwissenschaften veröffentlicht.

Seit dem Jahr 2000 wachse die Bevölkerung der Hauptstadt jährlich um rund 700.000 Einwohner. Dies setze die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Ressourcen Beijings unter Druck, hieß es in dem Bericht.

Mehr als 61,5 Prozent der Einwohner Beijings leben in sechs Bezirken in der Stadtmitte. Dort beträgt die Bevölkerungsdichte 7837 Personen pro Quadratkilometer, hieß es weiter.

Beijings Bevölkerungsdichte hat damit die von London, 5437 Personen pro Quadratkilometer, und die von Tokio, 5984 Personen pro Quadratkilometer, übertroffen.

Bis 2011 bestand 40 Prozent der Beijinger Bevölkerung aus Wanderarbeitern, die offiziell im Einwohnermeldeamt eingetragen waren.

Um den Bevölkerungsdruck in der Stadt zu verringern, sollen künftig eine Reihe strenger Beschränkungen für neue Bewohner gelten, die als Teil der "fließenden" oder Wanderbevölkerung gesehen werden.

Dieses Jahr sollen zum Beispiel weniger Hochschulabsolventen eine Beijinger, Hukou, eine offizielle Aufenthaltserlaubnis, erhalten. Die Hauptstadt plant, nur diejenigen nach dem Studium zum Bleiben zu ermutigen, die Diplome in den Bereichen haben, die als wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung erachtet werden.

"Hohe Immobilienpreise und steigende Mietkosten haben uns automatisch fortgetrieben", sagte Li Yurong, Absolvent aus der Provinz Hubei auf der Suche nach einem Job, der ihm eine Hukou für Beijing beschafft.

"Wir kommen ohne eine Hukou für Beijing nicht in den Genuss zahlreicher öffentlicher Dienstleistungen."

Das Motto "Beijing heißt Sie willkommen!", welches für die Olympischen Spiele 2008 in Beijing galt, sei für viele wie ihn schon fast eine Ironie.

"Um den Bevölkerungsdruck zu reduzieren, sollte Beijing Basisindustrien sowie einfache Arbeiter dazu bewegen, die Stadt zu verlassen", sagte Yin Zhigang, stellvertretender Direktor des Forschungszentrums für Bevölkerungsentwicklung der Verwaltungsuniversität Beijing.

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Quelle: China Daily

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