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| 16. 09. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |

Der Mittlere Volksgerichtshof von Urumqi (Foto: Xinhua)
In Chinas Autonomer Uiguren-Region Xinjiang wurden Dienstag vier Personen zum Tode verurteilt, und zwei erhielten Haftstrafen von 19 Jahren. Der Volksgerichtshof urteilte, dass die sechs Personen an der Planung und Ausführung zweier großer Terroranschlägen beteiligt waren, in deren Verlauf insgesamt 17 Personen ihr Leben ließen.
Der Mittlere Volksgerichtshof sowohl in Hotan, als auch in Kashi verlasen jeweils das Strafmaß nach Verurteilung der sechs Täter wegen Organisation von und Teilnahme an terroristischen Zellen, die "illegal Sprengstoffe, Mord und Brandstiftung produzierten". Die Angeklagten gestanden ihre Verbrechen vor Gericht, so ein Bericht der Rechtszeitung Xinjiang Legal Report.
Der Mittlere Volksgericht Hotan verlautbarte in der Urteilsverkündung, dass der zum Tode verurteilten Abuduaini von Mai 2010 bis Juli 2011 mehrere Personen trainiert hatte – darunter zwei der in Hotan und Urumqi verurteilten – die eine terroristische Zelle gebildet hätten.
Abuduaini und seine Anhänger hätten, so das Gericht, mit einer Axt, Macheten und selbstgebasteltem Sprengstoff ausgestattet, die Polizeistation Na'erbage in Hotan am 18. Juli angegriffen. Dabei seien vier Personen getötet worden, darunter ein bewaffneter Polizist, ein Wachmann und zwei nicht näher bezeichnete Geiseln. Angeblich zertrümmerte und setzte die Gruppe Eigentum rund um die Polizeistation in Brand, was laut der Urteilsbegründung zu einem Sachschaden von 367.760 Yuan (etwa 40.000 Euro) führte.
Dem Mittleren Volksgerichtshof in Kashi zufolge hatten am 30. Juli Abulikemu und ein anderer Täter, der erschossen wurde, "ein Fahrzeug abgefangen und den Fahrer getötet". Die beiden fuhren dann laut Gericht damit fort, acht Personen auf einer Food-Street in der Stadt Kashi zu töten. Ein anderer verurteilter Verbrecher fuhr am nächsten Tag mit fünf Personen ein mit Sprengstoff beladenes Elektroauto zur Xiangxie Straße, wobei fünf Personen getötet, zehn Passanten und drei Polizisten verletzt wurden, was laut Gericht "wirtschaftliche Verluste von 187.008 Yuan" (etwa 21.000 Euro) verursachte.
Quelle: Xinhua
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