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| 19. 04. 2012 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong könnte im nächsten Jahr verbieten, dass Schwangere vom chinesischen Festland ihre Babys in den öffentlichen Krankenhäusern Hongkongs zur Welt bringen. Diese Maßnahme solle dazu dienen, das "Chaos" in den lokalen Entbindungsräumen zu verbessern, sagte York Chow, der Chef des städtischen Gesundheitsamtes von Hongkong, am Dienstag.

Chow zufolge könnten die öffentlichen Krankenhäuser ihre Dienste ab 2013 nur noch lokalen Schwangeren anbieten.
Leung Chun-ying, der zukünftige Regierungschef Hongkongs, sagte, dass auch die privaten Krankenhäuser ab 2013 keine Schwangeren vom chinesischen Festland mehr aufnehmen dürften. Die "Festland-Babys", welche bisher schon in Hongkong zur Welt gekommen seien, könnten später auch keinen ständigen Wohnsitz in der Stadt erhalten. "Sobald ich das Amt übernehme, werde ich diese Maßnahmen ergreifen", sagte Leung.
Leung erklärte jedoch nicht, ob die Stadt neue Gesetze erlassen oder was für andere Maßnahmen sie treffen werde, damit die "Festland-Babys" in Hongkong keinen ständigen Wohnsitz mehr erhalten können.
Chow respektierte die Meinung Leungs, sagte aber, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei.
Es wird befürchtet, dass diese Maßnahme, sollte sie denn kommen, einen großen Einfluss auf die privaten Krankenhäuser haben wird, da diese immer stärker von den zahlungskräftigen Festlandkunden abhängen.
In den vergangenen Jahren haben viele reiche Frauen vom chinesischen Festland ihre Kinder in der Sonderverwaltungszone Hongkong zur Welt gebracht, weil es in Hongkong ein besseres Gesundheits- und Erziehungssystem gibt. Die Hongkonger können leichter von Universitäten aufgenommen werden, in andere Länder auswandern und über hundert Länder bereisen – ohne dafür ein Visum zu benötigen. Außerdem gibt es in Hongkong keine Ein-Kind-Politik. Seit 1997 haben Frauen vom chinesischen Festland über 170.000 Kinder in Hongkong zur Welt gebracht.
Quelle: german.china.org.cn
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