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29. 11. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Skandal-gebeutelter Schnapshersteller stoppt Produktion von Verpackungen

Schlagwörter: Schnaps Weichmacher Juigui Lebensmittelsicherheit

Ein chinesischer Schnapshersteller hat am Dienstag seine Produktion von Abfüllungsverpackungen gestoppt, nachdem ein Weichmacher-Skandal bei der Plastikverpackung aufgeflogen ist.

Die ersten Untersuchungen zeigten, dass der von der Firma Jiugui Liquor Co Ltd erzeugte Schnaps möglicherweise mit einem Weichmacher konterminiert ist, der während des Verpackungsprozesses von der Flüssigkeit aufgenommen wurde – über Kunststoffröhrchen und Korken. Dies sagte Xia Xinguo, der Generalmanager der Firma. Er fügte hinzu, nur die Verpackungsproduktion sei vorläufig gestoppt, die Hauptproduktion würde währenddessen weiterlaufen. Der Skandal kam letzte Woche ans Tageslicht, als eine Wirtschafts-Webseite über einen Schnaps der Firma Jiugui berichtete, der 1,08 Milligramm Dibutylphthalat pro Kilogramm enthielt, eine bestimmt Art eines Weichmachers. Der Report hatte eine Untersuchung der Lebensmittelsicherheit des Autonomen Bezirks Tujia-Miao in Xiangxi (Provinz Hunan) zur Folge, wo die Fabrik liegt.

Die Ergebnisse ergaben, der Anteil an Weichmacher sei weit höher als die zulässigen 0,3 Milligramm pro Kilogramm. Dieses Limit wurde vom Gesundheitsministerium im Jahr 2011 festgelegt. Die Lebensmittelsicherheit drängte den Schnapshersteller daraufhin, die Ursache des Weichmachers zu finden und sicherzustellen, dass die anderen Produkte nicht konterminiert seien. Weichmacher werden dazu verwendet, flüssige Stoffe zu verdicken, bei alkoholischen Produkten sei dies jedoch laut Angaben von Gesundheitsexperten nicht nötig. Die Chemikalien können bei männlichen Geschlechtsorganen Probleme verursachen. Außerdem können sie den Verdauungsapparat sowie das Immunsystem schädigen. Der Skandal ließ die Aktien von Juigui nach unten rasseln, einige der Produkte der Firma wurden aus den Regalen genommen. Die meisten anderen Schnapshersteller sind von dem Skandal ebenfalls betroffen, durchschnittlich haben ihre Aktien um zehn Prozent an Wert verloren. Das gilt auch für berühmte Marken wie Wuliangye Yibin Co oder die Hebei Hengshui Laobaigan Liquor Co. Die am wenigsten betroffene Marke, die Kweichow Moutai Co kam mit einem Minus von 3,3 Prozent davon.

Die Chinesische Vereinigung für Alkoholische Getränke sagte letzte Woche, Flächenuntersuchungen bei chinesischen Schnäpsen hätten gezeigt, dass in fast allen alkoholischen Produkten Weichmacher enthalten sind, das durchschnittliche Level liegt bei 0,537 Milligramm pro Kilogramm. Die höherwertigen Produkte würden sogar noch mehr Weichmacher beinhalten als die minderwertigeren. Einige Beobachter verteidigen die Schnapshersteller, da es keine Gesetze oder formelle Regulative für Obergrenzen für Weichmacher in Schnapsprodukten gäbe, es sei auch nicht verboten, diese zu verwenden. Dai Qi, ein Beamter der Provinzverwaltung für Qualität, Inspektion und Quarantäne der Regierung von Hunan sagte, es gäbe kein provisorisches Limit bei den Produktionsstandards für Schnapsprodukte, daher sei es rechtlich nicht möglich zu sagen, ob die Firma Jiugui nun "exzessiv" Weichmacher bei ihren Produkten einsetzen würde.

Quelle: german.china.org.cn

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