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17. 09. 2013 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Neues chinesisches Gesetz lässt Preise für Pauschalreisen hochschnellen

Schlagwörter: Pauschalreisen China

Lu Jing aus Shanghai plant für Mitte Oktober eine Reise nach Thailand. Plötzlich wurde ihr mitgeteilt, dass sie 1.000 Yuan (161 Dollar) mehr pro Person bezahlen muss, weil sie ein paar Tage zu lang wegen des genauen Abreisetags gezögert hat.

Ende August hatte sie eine zehntägige Pauschalreise nach Thailand auf Ctrip.com, Chinas größter Online-Reiseagentur, zu einem Preis von 8.000 Yuan pro Person entdeckt. Da ihre Tochter den Zeitraum ihres Jahresurlaubs noch nicht festgemacht hatte, buchte Lu nicht direkt. Vier Tage später, als sie die Reservierungen machen wollte, waren die Kosten auf 9.000 Yuan gestiegen.

Chinas Pauschalreisentourismus ist voller Anomalien. Ein neues Gesetz, dass im Oktober in Kraft treten soll, hat das Ziel, die Branche zu ordnen, indem es gegen illegale Anbieter angeht, Preisunregelmäßigkeiten und willkürlichen Routenänderungen entgegenwirkt und gewährleistet, dass die Konsumenten nicht gezwungen sind, mehr als die direkten Kosten zu bezahlen, die festgelegt wurden. Doch noch bevor das Gesetz überhaupt in Kraft getreten ist, hat es bereits zu Kontroversen geführt. Manche Leute haben Bedenken, es könnte die Preise von Pauschalreisen in die Höhe treiben.

Viele Chinesen ziehen Gruppenreisen ins Ausland Individualreisen wegen der Sprachschwierigkeiten und des Umstands der eigenen Arrangierung von Beförderung, Hotels, Restaurants und Sightseeing vor. Nur zu oft wird die Traumreise zum Alptraum. Einige Reisen führen die Kunden zu überteuerten Shops, zur Zahlung von Provisionen oder Extra-Aktivitäten. Einige Reiseagenturen locken Kunden mit Billig-Tour-Preisen und gleichen dann den Preisunterschied aus, indem sie die Touristen zwingen, während ihrer Reise Produkte zu kaufen oder hohe Trinkgelder zu geben. In anderen Fällen nehmen Agenturen die Kunden mit Versprechungen von Vier- oder Fünf-Sterne-Hotels aus und lassen sie dann auf billigen Unterkünften sitzen.

Das Gesetz verbietet erzwungene Käufe von Produkten und die aufgezwungene Teilnahme an Extra-Aktivitäten, die nicht auf dem Reiseplan stehen. Das wird ein Schlag für Agenturen und Reisenführer sein, die sich auf Schmiergelder und Rückzahlungen durch Shopping in Einkaufsgegenden und auf Extra-Einnahmen aus außerplanmäßigen Aktivitäten verlassen.

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Quelle: german.china.org.cn

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