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18. 12. 2013 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Umfrage: Frauen in China noch immer häufig Opfer von Gewalt

Schlagwörter: Gewalt , Partnerin

Laut einer Umfrage, die der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) am 16. Dezember 2013 veröffentlichte, haben die Hälfte der chinesischen Männer im Laufe ihres Lebens physische oder sexuelle Gewalt gegen ihre Partnerin eingesetzt.

Die Studie befasste sich mit geschlechtsspezifischer Gewalt in der Region Asien-Pazifik und wurde gemeinsam vom UNFPA China und den Partnern für das Präventionsprogramm, das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Asien-Pazifik, dem Institut für Sexualität und Genderforschung der Universität für Forstwirtschaft Beijing und dem Netzwerk gegen häusliche Gewalt/Beijing Fan Bao durchgeführt. Insgesamt wurden 1.017 Männer und 1.103 Frauen in einem Landkreis in Zentralchina im Alter von 18-49 Jahren befragt.

Unter den weiblichen Befragten, die jemals eine Partnerschaft hatten, berichteten 39 Prozent davon, dass sie schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft erlebt hätten. Mehr als 52 Prozent der Männer berichteten von physischer und/oder sexueller Gewalt. Insgesamt 38 Prozent der Frauen, die schon einmal in einer Partnerschaft lebten, berichteten von emotionaler Gewalt und 43 Prozent der Männer gaben an, emotionale Gewalt gegen eine Partnerin verübt zu haben.

Die Studie zeigte, dass ungleiche Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen noch immer tief in den Geschlechternormen verankert sind. Sie sind die Ursache der geschlechtsspezifischen Gewalt. Die Studie hat gezeigt, dass Schlüsselelemente der gesellschaftlich akzeptierten Männlichkeit, der "echten Männer" sozusagen, Zähigkeit, sexuelle Leistungsfähigkeit, Kontrolle über die Entscheidungsfindung und in manchen Fällen die Anwendung von Gewalt ist. Von allen befragten Männern glauben 73 Prozent, dass Männer hart sein sollten; 52 Prozent würden Gewalt anwenden, um ihre Ehre zu verteidigen und 72 Prozent denken, dass Männer innerhalb der Familie die Entscheidungsmacht über wichtige Themen haben.

"Die Studien bestätigen, dass geschlechtsspezifische Gewalt vermeidbar ist. Die meisten Faktoren, die mit der männlichen Anwendung von Gewalt verbunden sind, können geändert werden", sagte Arie Hoekman, UNFPA -Vertreter in China.

"Wir müssen die Art der Sozialisation von Jungen und Männern verändern und Mädchen und Frauen mehr entsprechen. Deswegen ist die Adoleszenz eine einzigartige Gelegenheit, respektvolle Beziehungen zu stärken und kulturelle Normen zur Unterstützung der Gleichstellung der Geschlechter zu fördern."

Die Studie empfiehlt, dass die Regierung, die Gemeinden und Einzelpersonen Schritte unternehmen, Frauen und Mädchen zu stärken, geschlechtsspezifische Diskriminierung zu unterbinden, gewaltfreie und fürsorgliche Möglichkeiten aufzuzeigen, ein Mann zu sein und Frauen, die Opfer von Vergewaltigung und Gewalt wurden, zu unterstützen.

Quelle: german.china.org.cn

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