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16. 02. 2014 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Vogelgrippe schwächt Chinas Geflügelhandel

Die Geflügelindustrie in Guangzhou leidet unter der wieder auflebenden Vogelgrippe-Epidemie. Am Freitag schlossen die Behörden in der südchinesischen Stadt alle Geflügelmärkte, auf denen lebendige Tiere verkauft werden.

Guangzhou, die Hauptstadt der Provinz Guangdong, gab am Freitag bekannt, dass vom 15. bis zum 28. Februar alle Geflügelmärkte geschlossen werden, auf denen lebende Tiere verkauft werden. Auf diese Weise soll die weitere Verbreitung des H7N9-Virus verhindert werden.

„Auch wenn die Schließung nur zwei Wochen dauert, wird sie mir Verluste von über 50.000 Yuan (8.250 US-Dollar) bescheren“, klagt Tan Qiang, ein Anbieter auf dem Jiangcun-Markt, einem der größten Vogelhandelsplätze des Landes. Tan hatte wegen des Laternenfests am Freitag ein ertragsreiches Geschäft erwartet, da traditionell viele Leute an diesem Feiertag Huhn oder Ente verspeisen. Doch nun muss er mit einem düsten Blick auf dem Gesicht seinen leeren Transportwagen waschen. „Der Markt ist geschlossen. Wir leiden und das einzige, was wir tun können, ist aufzuräumen.“

Am Freitag meldete Guangdong einen weiteren Todesfall und eine neue Infektion. Somit erkrankten in diesem Jahr in China schon mehr als 120 Menschen am H7N9-Virus und es gab mindestens 32 Todesfälle. Guangdong ist eine der am schlimmsten betroffenen Gebiete.

Im Jahr 2012 wechselten auf dem Jiangcun-Markt jeden Tag über 130.000 Vögel den Besitzer. Im Folgejahr sank die Zahl auf weniger als die Hälfte, doch noch immer wurden pro Tag fast 60.000 Vögel verkauft. Jetzt ist der Markt ist leer. Nur wenige Anbieter sind geblieben, die den Müll wegräumen.

Jiang Yongquan, Generalmanager des Marktes, meint, die Schließung könne, auch wenn sie nur auf zwei Wochen beschränkt ist, den Beginn einer harten Zukunft für die Geflügelindustrie bedeuten.

Der Landwirtschaftsbetrieb Lyuhuang, ein führendes Geflügelunternehmen in Guangdong, erlitt im Jahr 2013 Verluste von mehr als 30 Millionen Yuan. Huang Weilong, CEO des Unternehmens, erklärte, dass das Unternehmen auf mehr als 100.000 gefrorenen Hühnern sitzt, da es gezwungen wurde, sie zu schlachten.

Beim letzten Ausbruch der Vogelgrippe im April 2012 verlor die Geflügelindustrie 70 Milliarden Yuan und Guangdong war am stärksten betroffen, wie Chen Yingfeng, Präsident des Verbands der Geflügelproduzenten der Provinz Guangdong, sagte. Damals verlor die Industrie jeden Monat mehr als eine Milliarde Yuan.

Beijing schloss seine Märkte mit lebendem Geflügel schon 2005. Dieses Verbot soll bei der Kontrolle des Virus sehr wirksam sein, da es die primäre Infektionsquelle ausschaltet: Den engen Kontakt zwischen Mensch und Tier. Allerdings ist es wichtig, eine Balance zwischen der Sicherheit der Bürger und den Interessen der Geflügelindustrie zu finden, wie Branchenkenner und Experten übereinstimmend erklären.

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Quelle: german.china.org.cn

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