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| 18. 02. 2014 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |

Die Temperatur soll in vielen Teilen Chinas wieder fallen. Die Regierung will Obdachlosen helfen und ihnen eine temporäre Unterkunft zur Verfügung stellen.
Trotz der eisigen Temperaturen in China wenden sich verhältnismäßig wenige Obdachlose an die Obdachloseneinrichtungen der Regierung.
Obwohl der Aufenthalt in einem Obdachlosenheim Wärme, Nahrung und Schutz verspricht, bevorzugen es die meisten Obdachlosen, weiter auf der Straße betteln zu gehen oder Müll zu sammeln, um sich Ihre Unabhängigkeit zu bewahren.
Ma Li, der ein städtisches Zentrum für obdachlose Kinder in Xuzhou in der Provinz Jiangsu leitet, bestätigt, dass es nicht einfach sei, obdachlose Kinder dazu zu bringen, sich an das Zentrum zu wenden.
"Bei unseren täglichen Streifengängen versuchen wir die Obdachlosen davon zu überzeugen, sich an unsere Einrichtung zu wenden. Die meisten von ihnen lehnen dies jedoch ab, obwohl wir ihnen eine Unterkunft für zehn Tage anbieten, wo sie Essen, Kleidung und sogar auf Wunsch ein Zugticket nach Hause erhalten", sagt Ma.
Viele Obdachlose seien nicht an der Hilfe interessiert oder hätten gar Angst vor den Mitarbeitern der Einrichtungen. Außerdem würden mit dem Aufenthalt im Obdachlosenheim die Einnahmen ausbleiben, die sie durch das Betteln und Müllsammeln erhalten, erklärt er weiter.
Auch sinkende Temperaturen hätten nicht zu einer steigenden Zahl der Zufluchtssuchenden geführt, da die Obdachlosen genau wüssten, wo sich die guten und warmen Plätze für eine Übernachtung befänden.
Das Ministerium für Zivile Angelegenheiten hatte diverse Ämter im November vergangenen Jahres dazu angewiesen, Menschen, die auf der Straße leben, zu unterstützen und im Auge zu behalten.
In Kunming, der Provinzhauptstadt von Yunnan, wo der Winter in diesem Jahr besonders kalt ist, wurde im November ein Projekt in Leben gerufen, das Obdachlosen eine Unterkunft und Essen zur Verfügung stellt. Das Programm soll bis März diesen Jahres andauern.
Wei Zhizhong, stellvertretender Direktor des Hilfszentrums in Kunming erklärt, dass in diesem Jahr 169 Obdachlose beherbergt wurden und 307 Menschen anderweitige Hilfe erhalten hätten.
"Wir stellen warme Kleidung zur Verfügung und im Aufenthaltsraum gibt es eine Heizung und einen Fernseher", erzählt Wei.
Weiterhin seien Streetworker ständig unterwegs, um auf den Straßen Obdachlose zu treffen und mit ihnen zu sprechen.
Auch in Guangdong ist der Winter in diesem Jahr ungewöhnlich kalt. Einer Obdachloseneinrichtung im Zentrum von Guangdong zufolge suchen dort mehr als 80 Obdachlose täglich nach Hilfe und Unterschlupf.
Viele Obdachlosenheime in den Provinzhauptstädten haben in der letzten Zeit den Einsatz von Streetworkern , die den Obdachlosen Nahrung und Kleidung bringen, verstärkt.
Dem National Meteorological Center zufolge werden die Temperaturen in vielen Teilen Chinas weiter fallen, für Montag wurde sogar Schnee in Henan, Hubei, Shaanxi und Anhui prognostiziert.
Lokalen Behörden wurde angeraten, diesbezüglich Vorkehrungen Maßnahmen zu treffen.
Quelle: german.china.org.cn
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