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20. 02. 2014 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Scharfes Vorgehen gegen Prostitution hilft im Kampf gegen Korruption

Schlagwörter: Korruption , Prostiution , Kampagne

Im Rahmen des Kampfes der chinesischen Regierung gegen Korruption wurde eine landesweite Kampagne gegen Prostiution gestartet.

Die Kampagne hat das Ziel, korrupte Beamte aufzudecken, die diese schwarze Industrie, die weiterhin trotz wiederholter Versuche der Eindämmung zügellos ausschweift, geschützt oder geduldet haben. Die Polizei wurde aufgerufen, sich auf die Festnahme von Organisatoren, Betreibern und den "Schutzschirm" des Sex-Handels zu konzentrieren und hohe Polizeibeamte und Angestellte, die involviert sind, hart zu bestrafen.

Die Duldung durch Beamte und der Schutz durch die Polizei, der so genannte "Schutzschirm", werden als Grund dafür erachtet, dass die Industrie so boomt. Mit Stand von Montagabend hat die Polizei im Rahmen von Razzien gegen Prostitution 501 Verdächtige festgenommen und 73 Gangs landesweit auffliegen lassen. Über 1.300 Fälle von organisierter Prostitution oder Zwangsprostitution wurden aufgenommen, und 2.410 Unterhaltungsorte wurden geschlossen.

Die Kampagne wurde rasch landesweit ausgeweitet, nachdem eine Großrazzia am 9. Februar in der südchinesischen Stadt Dongguan durchgeführt worden war. Im Falle von Dongguan wurde Yan Xiaokang, der Vize-Bürgermeister von Dongguan und Leiter des Amts für Öffentliche Sicherheit, am Freitag wegen Vernachlässigung seiner Pflichten entlassen. Der Leiter der dortigen Polizei, Lu Weiqi, und mehrere andere Beamte wurden ebenfalls entlassen.

Außerdem wurde aufgedeckt, dass eine große Zahl an Personen, die der Regierung angehören, in den Sex-Handel involviert sind. Das staatliche Fernsehen berichtete, dass Liang Yaohui, ein Stellvertreter der nationalen Legislatur, ein Fünf-Sterne-Hotel betreibt, das in die Prostitution verwickelt ist.

Prostitution gilt in China als unmoralisch und wird mit sozialer Korruption, organisiertem Verbrechen, Entführung und Frauenhandel, Gewalt und Gangs zwangsläufig in Verbindung gebracht. Allerdings stehen die Lokalregierungen ambivalent zum Sex-Handel, der, im Falle von Dongguan, als ausschlaggebend für die Wirtschaft und Beschäftigung der Stadt gilt. Insofern hat sich als Folge dieses Kompromisses zwischen Lokalregierung und konsequenter Bestechung durch Geschäftsleute und Beamte ein Nährboden für die Prostitution gebildet.

Seit Chinas neue Regierung im vergangenen Jahr ihr Amt aufgenommen hat, ist der Kampf gegen die Korruption eine der Aufgaben ganz oben auf der Liste. Auf einer Disziplinarsitzung im Januar beschrieb der chinesische Präsident Xi Jinping die Korruption als "Krankheit, die mit starken Medikamenten bekämpft werden muss". Er wiederholte, dass ihr gegenüber keinerlei Toleranz gezeigt werde, und versicherte, dass jeder korrupte Beamte schwer bestraft werde.

Es hat auch Kritik gegen die Kampagne gegen den Sex-Handel in China gegeben. Allerdings werden mit der Verschärfung der Kampagne und der Festnahme von mehr korrupten Beamten diese kritischen Stimmen mit Sicherheit leiser werden.

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Quelle: german.china.org.cn

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