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| 06. 09. 2014 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Anti-Monopol- und Anti-Korruptionsermittlungen in China häufen sich in westlichen Unternehmenskreisen und verursachen Unbehagen unter ausländischen Firmen, die sich ungerecht behandelt fühlen.
Anti-Monopol- und Anti-Korruptionsermittlungen in China häufen sich in westlichen Unternehmenskreisen und verursachen Unbehagen unter ausländischen Firmen, die sich ungerecht behandelt fühlen. Eine am Dienstag von der Amerikanischen Handelskammer in China veröffentlichte Umfrage zeigt, dass "60 Prozent der Befragten das Gefühl haben, dass ausländische Firmen weniger willkommen in China sind als zuvor, und 49 Prozent sind der Ansicht, dass ausländische Firmen bei kürzlichen Preis- oder Anti-Korruptionskampagnen herausgegriffen wurden".
Der Frust darüber mag verständlich sein, da ein großer Name nach dem anderen in die Ermittlungen hereingezogen wurde. Allerdings wird ein näherer Blick auf diese prominenten Fälle beweisen, dass die Bedenken fehl am Platze sind.
Seien es die Anti-Korruptionsermittlung gegen GlaxoSmithKline (GSK) oder die Anti-Monopolermittlungen gegen Microsoft, Jaguar Land Rover und Qualcomm, der einzige Grund hinter den Ermittlungen ist die Tatsache, dass sie das Gesetz gebrochen haben. Es hat nichts damit zu tun, woher sie stammen.
Im GSK-Fall ergaben über zehn Monate lange Ermittlungen, dass der britische Medikamentenhersteller Bestechungsgelder angeboten hatte, damit der Absatz erhöht wird, und Medikamentenpreise überhöht hatte, um Bestechungsgelder zur Verfügung zu haben und hohe Gewinne einzustreichen, Praktiken, bei denen kein Land zögern würde, Ermittlungen aufzunehmen. Microsoft wurde verdächtigt, nicht vollständig Informationen über sein Windows-Betriebssystem und Microsoft-Office-Anwendungen offengelegt zu haben, wodurch Inkompatibilitätsprobleme entstanden sind, etwas, das im chinesischen Recht als wettbewerbswidrig gilt, wenn es keine Vorab-Warnung an die Kunden gibt. Wenn GSK keine Strafe für das, was das Unternehmen in China gemacht hat, bekommen hat, sollten alle Unternehmen, die in China Geschäfte machen, einschließlich der ausländischen, sich Gedanken über die Ermangelung einer Gesetzesvollstreckung und einen gerechten Markt machen. Und die Ermittlungen gegen Microsoft sollten auch keine Überraschung sein. Das Unternehmen war in den vergangenen zehn Jahren in Antitrust-Ermittlungen in der EU, Japan, Südkorea und den Vereinigten Staaten verwickelt. Die EU erlegte dem Unternehmen vergangenes Jahr eine Strafe von 561 Millionen Euro auf.
Kein Unternehmen darf in China Gesetze brechen, ohne bestraft zu werden. Es macht keinen Unterschied, ob es sich um ein chinesisches Unternehmen oder ein ausländisches handelt. Das ist es, was ausländische Unternehmen aus diesen Fällen lernen sollten, anstatt das Gefühl zu haben, dass sie weniger willkommen in China sind.
Die staatseigenen Unternehmen China Telecom und China Unicom unterlagen ebenfalls Antitrust-Ermittlungen. Die Premium-Alkoholhersteller Kweichow Moutai und Wuliangye wurden vergangenes Jahr jeweils zu Geldstrafen von über 200 Millionen Yuan wegen monopolistischen Praktiken verurteilt.
Manch einer sagt, der chinesische Markt, einst der heißeste Wachstumsmarkt für westliche Firmen, kühle sich ab. Das mag stimmen, aber nur für solche, die das Gesetz brechen, seien es ausländische oder heimische. All diese Fälle sollten als Anzeichen dafür angesehen werden, dass die zweitgrößte Wirtschaft härter arbeitet, um Firmen dazu zu bringen, die Regelungen einzuhalten und einen faireren und gleicheren Markt aufzubauen. Alle Unternehmen sollten applaudieren anstatt entsetzt zu sein.
Quelle: german.china.org.cn
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