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24. 02. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Warnung! Ein Oscar ist schlecht für die Kariere

Auch wenn eine Auszeichnung mit dem begehrtesten Filmpreis der Welt sehr schmeichelhaft sein mag, ist bei vielen Gewinnern die Kariere danach irgendwie im Sande verlaufen.

1 Auch wenn eine Auszeichnung mit dem begehrtesten Filmpreis der Welt sehr schmeichelhaft sein mag, ist bei vielen Gewinnern die Kariere danach irgendwie im Sande verlaufen.

Hollywood-Stars sollten lieber vorsichtig sein bei dem, was sie sich im Vorfeld der Oscar-Verleihung wünschen. Es ist vielleicht falsch, über einen Oskar-Fluch zu reden, aber frühere Oskar-Gewinner wie Nicole Kidman, Renee Zellweger, Halle Berry, Adrien Brody, Hilary Swank und Cuba Gooding, Jr. haben an der Kinokasse seit Jahren nicht mehr abgeräumt. Sagen wir es also lieber so: Wenn dein Name am Sonntag bei der 81. Verleihung der Academy-Awards nicht aufgerufen wird, kannst du erleichtert aufatmen.

Kidman gewann zwar 2002 einen Oskar für "The Hours", hatte aber nie einen wirklichen Erfolg. Die Schauspielerin war im letzten Jahr in der großen Oskarhoffnung "Australia" zu sehen. Trotzdem scheiterte der Film an den Kinokassen und auch bei den Nominierungen. "In Anbetracht ihrer vielen Misserfolge, ist es eigentlich eine Überraschung, dass sie noch nicht verpufft ist." sagt John Wilson, der die schlechtesten Filme des Jahres bei den am Samstag stattfindenden "Razzie Awards" auszeichnete.

Kidman, Zellweger und Swank "sehen zwar hübsch aus in ihrem Abendkleid in der Oscar-Nacht, aber die Öffentlichkeit interessiert sich nicht für sie", sagte er. Seit sie 2003 den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in "Cold Mountain" bekommen hat, "hatte sie nur noch seichte Rollen in Filmen wie "Cinderella Man" und "Leatherheads"." Zuletzt war sie mit der romantischen Komödie "New in Town" in den Kinos, die im vergangenen Monat nur 6,7 Millionen US-Dollar einspielte. "Ich versuche mich daran zu erinnern, wann sie jemals gut war", sagte US Weekly Filmkritikerin Thelma Adams.

Seit sie 2004 für "Million Dollar Baby" zum zweiten Mal auf dem Podium stand, war Swank in vier Filmen zu sehen. Der beste davon war 2007 in "P.S. I Love You" mit Einnahmen in den USA von 54 Millionen US-Dollar. Berry gewann 2001 den Oscar für "Monsters Ball" und bekam drei Jahre später für "Catwomam" eine goldene Himbeere als schlechteste Darstellerin überreicht, die sie auch Tapfer entgegen nahm. Nach ihrem Oscarverdächtigen "Things We Lost in the Fire" im Jahr 2007 wurde sie noch nicht wieder in den Kinos gesehen.

Brody gewann 2002 einen Oskar für "Der Pianist", kehrte aber nach "The Village" im Jahr 2004 und "King Kong" im Jahr 2005 zu kleineren Filmprojekten zurück. Er war kürzlich mit "Cadillac Records" in den Kinos, der gerade mal 8.2 Millionen Euro einspielte. Gooding wird häufig als das Vorzeigekind mit den meisten verpassten Oskar-Chancen angesehen. Seit er 1996 in "Jerry Maguire" oscarreif "Show me the money!" brüllte, hat der beschäftigte Schauspieler seine Kariere mit weniger klassischen Filmen wie "Boat Trip", "Norbit" und "Daddy Day Camp" gefüllt.

"Er war in "Jerry Maguire" so vielversprechend und wurde vom Nebendarsteller zum Star, dieser Sprung ist manchmal schwierig", sagte Adams. Wilson meint, dass viele Neunominierte oder auch Gewinner das Problem haben, dass sie mit sehr einträglichen aber auch dubiosen Projekten überschwemmt werden. "Wenn du nicht bekannt bist, weiß die Branche auch nicht, wozu du fähig bist. Sie könnten einem Rollen anbieten, die über deinem Niveau liegen, oder darunter oder das Talent einfach übersteigen", sagte er.

Der Topanwärter bei der diesjährigen Verleihung der goldenen Himbeere, ist die Komödie "The Love Guru" von und mit Mike Myers, bei der auch Ben Kingsley mitspielt. Im Jahr 1983 gewann Kingsley einen Oscar für "Gandhi". Jetzt ist er für seine Rolle als schielender indischer Magier mit Blähungen mit der Himbeere, auch Razzi genannt, nominiert.

Die Gewinner im vergangenen Jahr, Daniel Day-Lewis und Marion Cotillard waren 2008 selten auf der Leinwand zu sehen. Auch um Forest Whitaker und Helen Mirren, die 2007 als beste Hauptdarsteller ausgezeichnet wurden, war es sehr still. Die 63-jährige Mirren verursachte das größte Aufsehen dadurch, dass sie in jeder Klatschzeitschrift im Bikini zu sehen war, nachdem ein Paparazzi sie fotografiert hatte.

Nicolas Cage bildet die große Ausnahme. Er ist nach seinem Oscar für "Leaving Las Vegas" im Jahr 2005 unbestreitbar der Überflieger der Oscargewinner. In mehr als zwei Dutzend Filmen spielte er seitdem die Hauptrolle und die Filme spielen alle unglaubliche Summen ein. Sean Penn behauptete einmal schnippisch, dass Cage "kein Schauspieler" mehr sei, aber sein Film "National Treasure: Das Geheimnis des verlorenen Buches" im Jahr 2007 war sein bisher größter Erfolg.

Quelle: China Daily

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