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11. 09. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Umfrageergebnis über Selbstmord schockt die Nation

Fast jeder vierte Student in China hat schon einmal an Selbstmord gedacht. Das geht aus Ergebnissen einer Umfrage hervor, die gestern anlässlich des siebten Welt-Suizid-Präventionstags bei einem Seminar im Yangpu Distrikt veröffentlicht wurden.

Experten sagten, dass Selbstmord die häufigste Todesursache bei 15 bis 34-Jährigen sei, darunter befinde sich ein sehr großer Anteil von Studenten.

Die Studie des Children's Hospital der Fudan Universität und der örtlichen Schulbehörden enthüllt, dass etwa 24,39 Prozent der Studenten an Selbstmord denken und 15,23 Prozent diesen schon ernsthaft in Erwägung gezogen haben.

Von den 2.500 befragten Studenten gaben 2,85 Prozent an, dass sie schon mal einen Plan überlegt hätten, auf welche Weise sie sich umbringen wollen und 1,71 Prozent haben einen gescheiterten Selbstmordversuch hinter sich.

"Die meisten jungen Studenten kommen heutzutage aus Familien, die in guten wirtschaftlichen Verhältnissen leben und sind noch keinen großen Schwierigkeiten begegnet", sagte Shan Huaihai, eine klinischer Psychologe. "Somit sind sie anfälliger für Frustrationen".

Shan sagte, dass Jugendliche von der Scheidung der Eltern, Stress in Beziehungen, Streit mit Freunden und den kleinen Frustrationen des täglichen Lebens sehr betroffen reagieren könnten – all dies könne zu einer affektiven Störung führen.

Offiziellen Berichten zufolge, wird in vier weiterführenden Schulen in Pudong (Shanghai) ein Suizidpräventionssystem durchgeführt, welches das Problem lösen soll. Die Programme werden sich auf den Respekt vor dem Leben konzentrieren, sagten Vertreter der Psychiatrischen Klinik in Shanghai.

Grundlegende Fertigkeiten, wie man Emotionen kontrollieren kann und mit familiären Konflikten umgeht, werden unterrichtet, während Studenten mit Depressionen und Selbstmordgedanken Hilfe in Form einer psychologischen Therapie erhalten.

Studenten, die unter extremen psychischen Problemen leiden, werden mit Medikamenten behandelt, damit eine Tragödie verhindert werden kann.

Quelle: Shanghai Daily

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