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14. 09. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Schwanger werden: Alkohol und Kaffee aufzugeben ist ebenso wirksam wie eine künstliche Befruchtung

Frauen, die schwanger werden wollen, können – statt eine künstliche Befruchtung zu versuchen – erfolgreich sein, indem sie Alkohol und Kaffee aufgeben, behauptet eine britische Ernährungsexpertin. Dr. Emma Derbyshire von der Manchester Metropolitan University zufolge hatten 32 Prozent derjenigen Frauen, die nicht schwanger werden konnten, eine Empfängnis, nachdem sie ihre "Alltagsdrogen" aufgegeben hatten. Demgegenüber wurden etwa 33 Prozent nach einer künstlichen Befruchtung schwanger. Derbyshire legte dar, dass es gleichermaßen wichtig sei, das Rauchen aufzugeben wie sich gesund zu ernähren, um die weibliche Fruchtbarkeit zu erhöhen.

Frühere Studien belegen, dass Rauchen die Chancen einer Frau auf eine Schwangerschaft um zwei Monate verzögert. Derbyshire rät Paaren, zuerst ihren ungesunden Lebensstil in den Griff zu bekommen, bevor sie sich für eine teure Fruchtbarkeitstherapie entscheiden. "Frauen, die schwanger werden wollen, haben ebenso große Chancen auf Erfolg, wenn sie das Rauchen und Kaffeetrinken aufgeben", meint sie. Nach ihrer Erfahrung beträgt die Chance auf Empfängnis 60 Prozent bei Frauen, die ein bis fünf Drinks pro Woche zu sich nehmen, und nur 30 Prozent bei denen, die mehr als zehn alkoholische Getränke pro Woche konsumieren.

Auch Kaffee und Tee vermindern die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden. Als Faustregel empfiehlt Derbyshire, nicht mehr als 300 Milligramm beziehungsweise drei Tassen koffeinhaltiger Getränke täglich zu konsumieren.

Studien über Fehlgeburten zeigen, dass Koffein das ungeborene Leben bedrohen kann, weil das Nervengift leicht über die Mutter zum Fötus gelangt, welcher es nicht abwehren kann. ˜Die Wahrscheinlichkeit, eine Fruchtbarkeitstherapie vom Gesundheitsdienst zu bekommen, wird geringer, wie der Tory-Abgeordnete Grant Shapps in seinem Bericht warnt. Er fand heraus, dass acht von zehn Erstversorgungsstiftungen es versäumen, kinderlosen Paaren die empfohloene Quote von drei IVF-Zyklen zu ermöglichen. Die übrigen zwei Stiftungen hätten sogar jegliche Fruchtbarkeitstherapie in den letzten zwei Jahren verweigert.

Quelle: China Daily

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