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05. 10. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Von Mao bis heute

Sie erstreckt sich auf alle Säle im Museum, wobei die ikonischen Ölwerke mit spannenden historischen Szenen, beispielsweise Dong Xiwen's Große Zeremonie zur Gründung des Neuen China oder Chen Yifei's und Wei Jingshan's gemeinsames Werk Übernahme des Präsidentenbüros der Republik China, die Kernstücke in der mittleren runden Ausstellungshalle sind. Besucher können außerdem preisgekrönte Zeichentrickfilme sehen, die unter geschickter Nutzung chinesischer Volkskunst und der Fertigkeit der Tuschemalerei von Meistern wie Zhang Guangyu und Wan Laiming geschaffen wurden.

Für Zhong Hongqi, einen ehemaligen Dorfvorsteher aus Shifang in der Provinz Sichuan ist der Besuch der Ausstellung eine Reise in die Vergangenheit. Als er ein junger Mann war, kaufte der heute 68-Jährige Kopien von Tuschewerken von Meistern wie Pan Tianshou und Qi Baishi, um die kahlen Wände seines strohgedeckten Hauses zu verschönern.

Wang Chengwei, ein Student aus Harbin in der Provinz Heilongjiang, nahm den Nachtzug nach Beijing, um die Ausstellung ansehen zu können. "Die Ausstellung dient für mich mit den Originalwerken, den detaillierten Erklärungen der Museumsführer und den akademischen Vorlesungen von Kunstprofessoren während der Ausstellung so zu sagen als Multimedia-„Lehrbuch“ über die Denkmäler und legendären Episoden der chinesischen Kunstgeschichte."

Doch viele berühmte Namen fehlen, beispielsweise Fang Lijun, Yue Minjun oder Zeng Fanzhi und ihre brandneuen zeitgenössischen Kunstwerke. "Es ist nicht möglich, in einer einzigen Ausstellung alles aus der Chronologie der Kunst des Neuen Chinas zu präsentieren", erklärt Liang Jiang, ein Kernmitglied des Komitees und bekannter Kunstkritiker aus Beijing. "Und das akademische Komitee für die Organisation der Ausstellung hat viele Monate mit der Auswahl jedes einzelnen spezifischen Werkes für die Ausstellung zugebracht. Es hat sich darauf geeinigt, dass nur weit bekannte und von der Allgemeinheit gefeierte Werke von jungen Künstlern und von Künstlern mittleren Alters in der Ausstellung präsentiert werden." Unter den Beispielen, die er nennt, sind frühe Werke der weltbekannten zeitgenössischen chinesischen Künstler Zhang Xiaogang, Xu Bing und Liu Xiaodong.

Museumsvorsteher Fan Di'an erklärt, das Organisationskomitee habe mit allen Kräften versucht, eine Balance bei der Wahl von typischen Werken aus der riesigen Bandbreite von Genres, Stilen und Schulen zu finden, die sich von den vorherrschenden Werken des Sozialistischen Realismus unterscheiden, beispielsweise Werke, die einst als "sehr unkonventionell oder stark kontrovers" angesehen wurden.

"Chinesische Kunst hat über die vergangenen 60 Jahre einen gewundenen, rauhen und manchmal schmerzhaften Weg gehen müssen", so Chen Lusheng, Autor des Buches An Illustrated History of Fine Arts in New China über die Entwicklung der Kunst im Neuen China. "Wenn man die ausgestellten Werke, von denen viele zu zeitlosen Klassikern geworden sind, näher betrachtet, kann man die herzzerreißenden Rückschläge heraussehen, unter denen die chinesischen Künstler vor dem Hintergrund der drastischen politischen und sozialen Veränderungen gelitten haben, und die großartigen Fortschritte, die die chinesische Kunstwelt gemacht hat", meint er. "Außerdem gibt es viele Lektionen, die die Menschen heute und später lernen müssen, damit eine noch wertvollere und mannigfaltigere chinesische Kunstszene geschaffen werden kann."

Ein 760-seitiger Katalog mit dem Titel 60 Years of Fine Arts in New China über die Kunstentwicklung im Neuen China in den vergangenen sechs Jahrzehnten, herausgegeben vom People's Publishing House of Fine Arts, ist in Buchläden landesweit erhältlich. Der Katalog dient als Leitfaden für die historische Kunstausstellung. Die Ausstellung wird noch bis zum 14. September in Beijing zu sehen sein.

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Quelle: China Daily

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