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09. 10. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Fashion-Blogs: Das Internet wird zum Laufsteg

Hochglänzende Modemagazine bekommen vermehrt Konkurrenz von Fashion-Blogs, die nicht nur günstiger sondern auch schneller sind.

Mode und Web 2.0: Leser können wählen zwischen geschmackvollen und höchst exzentrischen Stilen. [DPA]

Lange bevor neue Trends von den Laufstegen und den Straßen auf den Seiten der Fashionmagazine ankommen, wurden sie bereits im Internet gepostet. Seien es geheime Tipps zu den hippesten Accessoires, neue Künstler und Designer oder Stylingtipps für den perfekten Look, beinahe alles lässt sich in Fashion-Blogs finden. Weil Mode ein internationales Phänomenon ist, erscheinen viele Blogs auf English. Die Online-Community Myspace offeriert jedoch auch Seiten in anderen Sprachen.

Myspace geht beispielsweise auf die Jagd nach neuen Trends auf den Straßen von Mexiko-Stadt. Blogger Yvan Rodic, der unter dem Namen Face Hunter in der Welt der Fashion-Blogs kein Unbekannter ist, reist rund um die Welt, fotografiert Leute und berichtet darüber auf seinem Space www.facehunter.blogspot.com. Exzentrische Straßenlooks aus London, Stockholm, Moskau oder Kopenhagen gibt es auf seinem „street style blog“. Gerade gibt es dort Models, die königsblaue Röhrenjeans mit weiten Bomberjacken oder gemusterte Leggings mit lauten T-shirts tragen.

Wem das zu schrill ist, dem sei die Adresse thesartorialist.blogspot.com empfohlen, mit der ihr Gründer Scott Schuman sich einen Namen gemacht hat. Magazine wie Vogue, Vanity Fair und Esquire berichten regelmäßig über die Looks, die er auf der Straße ablichtet. Schumans Trends sehen erwachsener aus als die auf Face Hunter.

Diejenigen, die eher informatives als spielerisches suchen, sollten einmal im deutschen Blog modepilot.de suchen. Der richtige Ort, um sich über Kategorien wie Mode und Kunst, Mode und Film, Schmuckausstellungen, Modefotografie und die außergewöhnlichkeiten Looks der Ladies der TV-Serie und des Films Sex and the City auf dem Laufenden zu halten.

Einen ähnlich hohen Standard setzen die Modeberichte der Nordamerikanerin Diane Pernet. Sie, die für manche als Style-Ikone gilt, schreibt den Blog www.ashadedviewonfashion.com, der Mode als Kulturphänomen betrachtet. Sie führt Interviews mit aufstrebenden Modedesignern und schaut hinter die Kulissen bei Fashionevents und Modefilm-Festivals.

Wer das zu ernsthaft findet, kann einmal die englischsprachige Website scoop.starstyle.com ausprobieren, wo Mode und Tratsch zelebriert werden. Ob das Thema Filmfestival Cannes, LA Fashion Week oder Oscar-Verleihung heißt, diese Seite berichtet garantiert, wer wann was getragen hat - und natürlich wie sündhaft teuer die Kleider der Stars waren.

Internetnutzer, die in die Welt des Fashionblogs einsteigen wollen, können auch eine brandneue Form versuchen: ein Netzwerk, das User einlädt, der Welt ihre eigenen Looks vorzustellen. Das Konzept wird seit 2007 auf der Seite ilikemystyle.net verwendet. Hier kann man Bilder von sich selbst posten, eine Beschreibung der gezeigten Kleider schreiben und andere das Outfit bewerten lassen. Wenn es gefällt, erhalten sie Kommentare wie "Ich liebe es!" oder "Wahnsinn!"

Quelle: China Daily

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