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18. 01. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Chinas erste "Mister Gay-Wahl" fand nicht statt

Nur eine Stunde vor dem geplanten Beginn ist der erste "Mr. Gay China"-Wettbewerb in Beijing verboten worden. Die Veranstaltung ist laut Polizei nicht korrekt angemeldet worden.

Am 15. Januar wurde die Wahl zum Mister Gay in Beijing abgeblasen, die der erste homosexuelle Schönheitswettbewerb in der Geschichte Chinas gewesen wäre. Acht Männer wollten um den Titel "Mr. Gay China" konkurrieren und der Sieger sollte im Februar nach Oslo zum Wettbewerb "Mr. Worldwide Gay" fahren.

Schon im Vorfeld des Wettbewerbs hatten viele Medien darüber berichtet. Zahlreiche chinesische Journalisten und ausländische Medienvertreter warteten vor dem Nachtclub in Beijing, wo die Show mit acht Finalisten stattfinden sollte. Nur eine Stunde vor dem geplanten Beginn musste der Wettbewerb abgesagt werden.

Nach Angaben des Veranstalter tauchte die Polizei kurz vor Beginn des Wettbewerbs unangekündigt am Ort der Veranstaltung in Beijing auf und behauptete, die Organisatoren hätten keine Genehmigung für die Homosexuellen-Show.

Jwint, ein Kandidat aus Shanghai sagte gegenüber einer chinesischen Zeitung Beijing News, er hätte einen traditionellen chinesischen Tanz für die Wahl vorbereitet und sei nun sehr enttäuscht vom Veranstaltungsstopp. Er fügte hinzu, dass die Homosexuelle in China zur Zeit noch nicht richtig verstanden und respektiert würden. "Aber ich glaube, das wird sich verändern mit der Entwicklung der Zivilisation. Ich werde bestimmt noch mal teilnehmen, wenn solche Wettbewerbe in der Zukunft stattfinden werden", sagte er.

Eine offizielle Stellungnahme der Stadtregierung in Beijing gab es bisher nicht.

Quelle: german.china.org.cn

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