Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>Kultur Schriftgröße: klein mittel groß
11. 06. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Panchen Lama fordert tibetische Studenten auf, viel und hart zu lernen

Der elfte Panchen Lama (Mitte) wurde am 9. Juni von Professor Ceyang (links) von der Tibet Universität in Lhasa empfangen. Der geistliche Führer besuchte am Mittwoch die Tibet-Universität und das College für traditionelle tibetische Medizin in Lhasa, der Hauptstadt des Autonomen Gebiets Tibet. (Foto: Xinhua)

Der elfte Panchen Lama bat am Mittwoch bei seinem Besuch der Tibet-Universität die Studenten in Lhasa eindringlich, hart zu studieren. Die Idee, verschiedene Fragen an einem runden Tisch zu diskutieren, war vom 20 Jahre alten Führer des tibetischen Buddhismus angeregt worden.

"Das Leben ist zu kurz. Deswegen solltet ihr jede Chance wahrnehmen, um etwas zu lernen und Wissen zu erwerben. Dann werdet ihr einmal erfolgreich sein", sagte der in einer kastanienbrauen Robe gekleidete Panchen Lama vor rund hundert Studenten, die sich in der Aula der Universität versammelt hatten. "Ein Mann ohne Wissen ist wie ein Mann ohne Seele", fügte er hinzu. "Je mehr Wissen ihr erwerbt, desto mehr werdet ihr dessen bewusst, dass es noch viel zu lernen gibt." Der elfte Panchen Lama, der im Jahre 1995 als Reinkarnation des zehnten Panchen Lama erkannt worden war, sagte, dass er seit seinem sechsten Lebensjahr Buddhismus und andere Dinge gelernt habe. "Ich kann nicht sagen, dass ich etwas Großartiges erreicht habe, aber wenigstens habe ich Fortschritte gemacht", meinte er.

Der tibetische Geistliche hörte sorgfältig zu, als fünf Studenten über eine große Zahl von Fragen sprachen. Darunter waren Themen wie die Forschung an einer tibetischen Schreibsoftware, der Entwicklung einer Universität, die Erhaltung der tibetischen Kultur und Tradition und Gedanken darüber, wie sich Tibets Wirtschaft entwickeln kann. Die Tibet-Universität wurde im Jahre 1985 errichtet und ist inzwischen mit 14.000 Studenten, 64 Bachelor-Studiengängen und 13 Master-Studiengängen die größte Universität in Tibet. Während seines Besuchs auf dem Campus besuchte er auch die Bibliothek, ein IT-Forschungszentrum zur tibetischen Sprache und ein Kunst-College. Er besuchte am Mittwoch ebenfalls das College für traditionelle tibetische Medizin.

Der elfte Panchen Lama, der mit bürgerlichen Namen Bainqen Erdini Qoigyijabu heißt, begann seine Tibetreise am vergangenen Donnerstag. Er besuchte eine Reihe von Klöstern und nahm an zahlreichen buddhistischen Anlässen teil. In diesem Jahr verweilte er auch zum ersten Mal in der südtibetischen Präfektur Shannan, die als Wiege der tibetischen Zivilisation betrachtet wird. Dort hielt er Gebetsdienste ab und besuchte zahlreiche ländliche Haushalte. Ebenfalls heilte er zahlreiche seiner Anhänger mit Handauflegen.

Zu Beginn dieses Jahres war der Panchen Lama zum Vize-Präsident des Verbands der chinesischen Buddhisten gewählt worden und wurde zudem ein Mitglied des Nationalitätenkomitees der politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes (PKKCV), dem höchsten politischen Beratungsgremium des Landes. Seit seiner Inthronisierung, als er noch ein Kind war, hat der Panchen Lama die meiste Zeit seines Lebens in Beijing mit dem Studium des Buddhismus verbracht.

Quelle: Xinhua

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr