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| 13. 10. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Doch Pissoire sparen nicht nur Wasser, sondern auch Platz. In den kurzen Pausen zwischen den Lektionen sind die Frauen-Toiletten immer besetzt. "Frauen-Urinale nutzen den bestehenden Platz besser aus", erklärt Qu.
Zu schüchtern
Die Studentinnen reagieren unterschiedlich auf die neuen Toiletten. Zhang Qingzheng, die im dritten Semester Geschichte studiert, sagt, dass dieser historische Wandel faszinierend sei, da er ein Schlussstrich unter die Gewohnheiten von Frauen setze, die tausende von Jahren Bestand gehabt hätten. "Doch jedes Urinal kostet 2000 Yuan (300 US-Dollar) und für Mädchen ist es nicht einfach, sich ans Pinkeln im Stehen zu gewöhnen", sagt sie zur chinesischen Tageszeitung Global Times. "Wieso versucht die Schule keine billigeren und einfacheren Methoden, um Wasser zu sparen. Man könnte etwa den Verbrauch von Wasser in den Toiletten und den Cafés limitieren."
Auch die 25-jährige Yan Caili findet, dass der Wandel bemerkenswert sei. Doch die neuen Toiletten habe sie noch nicht ausprobiert. "Dazu fehlt mir der Mut. Erst wenn ich sehe, dass auch genügend andere Mädchen sie benutzen, werde ich es auch versuchen”, sagt sie. Yan ist nicht die einzige, die so denkt. Seit die ersten Frauen-Pissoire auf dem Campus installiert wurden, haben sie erst wenige Studentinnen ausprobiert, weiß Qu. Manche Mädchen seien sogar zu schüchtern, um sie sich auch nur anzusehen.
Die Zeitung Chinese Business View berichtete von einer jungen Frau, die sich bei einem erstem Besuch so sehr geschämt hat, dass sie nicht in der Lage war, ihr Geschäft zu verrichten. "Ich wartete zwei oder drei Minuten – aber pinkeln konnte ich trotzdem nicht", sagte sie der Zeitung. Doch Qu ist optimistisch: "Frauen-Urinale gibt es auch in den USA, Deutschland und den Niederlanden. Auch in Hongkong und Taiwan sind sie am kommen", erklärt sie. "Insbesondere schwangere und behinderte Frauen finden es schwierig, hinzuhocken." Qu vermutet, dass Frauen-Urinale jedoch bis in zehn Jahren in der Gesellschaft akzeptiert sind.
Quelle: Global Times
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