Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>Kultur Schriftgröße: klein mittel groß
01. 11. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

"Standardpenis": Chinesischer Fußballverband überrascht mit lächerlichen Regeln

Schlagwörter: Fußball China Penis

Chinas Fußball spielt weltweit nur eine kleine Rolle. Aber mit seiner Fähigkeit, etwas komisches und unverständliches zu erfinden, lässt China alle anderen "Fußballmächte" weiter hinter sich. So wollen manche chinesischen Fußballklubs nur junge Spieler aufnehmen, deren "Penis dick genug" ist.

Der chinesische Fußballbund (CFA) wird seit langem kritisiert, für das niedrige Niveau der Liga und der Nationalmannschaften sowie das schlechte Image des chinesischen Fußballs verantwortlich zu sein. Chinas Fußballfans halten außerdem die meisten Regeln und Vorschriften des CFA für unfachlich und lächerlich. Nun möchten die CFA-Beamten ihre Fans offenbar wieder "überraschen": In den letzten Spielen der chinesischen Superliga soll die Pausenzeit jetzt von 15 auf 30 Minuten verlängert werden. Zudem wird die Verlängerung wegen Verletzung auf 2 Minuten in der ersten Halbzeit sowie auf 4 Minuten in der zweiten Halbzeit beschränkt werden. Der Verband erklärte auch warum: Er könne damit garantieren, dass die zweite Halbzeit aller Spiele gleichzeitig gestartet werden könne. Somit soll angeblich keine Möglichkeit mehr bestehen, dass Spieler ihr Spiel (gegen Bezahlung) manipulieren, nachdem sie Kenntnis über das Ergebnis eines anderen Spiels erlangt hätten. Nicht zuletzt wird nun verboten, die Ergebnisse von anderen, parallel stattfindenden Spielen per Lautsprecher im Stadion bekanntzugeben, damit sich die Spieler auf ihr eigenes Spiel konzentrieren können.

Diese sogenannten Antimanipulationsregeln stießen kurz nach der Bekanntmachung auf scharfe Kritik der Fans. Sie drückten ihre Zweifel aus, ob der CFA damit nicht die Regeln der FIFA verletze. Die Fußballklubs protestierten ebenfalls. "Wenn die Spieler so lange in der Umkleide sitzen bleiben, dann wird ihr Körper ganz kalt. Es ist sehr negativ für die zweite Hälfte des Spiels", sagte ein anonymer Klubangestellter vieldeutig.

Die Ignoranz des chinesischen Fußballverbands wird auch beim Fördern von jugendlichen Talenten deutlich. Neusten Medienberichten zufolge sollen viele Fußballklubs einer wirklich originellen Methode gefolgt sein, um junge talentierte Spieler auszuwählen: Wessen Penis kurz aber dick sei, der verfüge über das Potenzial, ein künftiger Superstar zu werden. Die Fußballklubs sind offenbar der festen Überzeugung, dass Männer mit einem "Standardpenis" mehr männliche Hormone hätten und deshalb körperlich stärker werden können. Diese Theorie findet unter Fußballfans und Ärzten überhaupt keine Zustimmung, und führte zu viel Kritik, Ironie und sogar Beschimpfungen. Ein Fußballfan schrieb in einem Forum: "Es ist total lächerlich, dass ein Fußballstar unbedingt einen dicken Penis haben muss. Fußball ist ein Spiel von klugen Menschen. Die Klugheit, das Denken, das Verständnis für das Spiel sowie die Technik werden nicht von Hormonen bestimmt. Wer an einer dummen Regel wie dieser festhält, ist selber ein Dummkopf. Superstars wie Lahm und Messi, die relativ klein und schwach sind, würden demnach in China gar keine Chance haben, das Fußballfeld zu betreten."

Quelle: german.china.org.cn

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr