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| 25. 02. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Dem nationalen Computer Virus Emergency Response Center liegt die neuste Variante eines Handyvirus mit dem Namen "X Wodi" ("X Undercover") vor, der unbemerkt in Smartphones eindringen und deren Nutzer ausspionieren kann.
Laut Daten des Handy-Antivirussoftwareanbieters Wangqin existieren bereits 13 Varianten der Malware, die insgesamt über 150.000 Geräte befallen haben.
Noch erstaunlicher ist allerdings, dass der Virus im Internet unverhohlen verkauft wird. Auf der offiziellen chinesischen Seite von "X Wodi" heißt es: "Da unsere Produkte vom Ministerium für Informationssicherheit als Spionagesoftware eingestuft wurden und nicht mehr öffentlich vertrieben werden dürfen, haben wir uns dazu entschieden, unsere Server nach Thailand zu verlegen, die Firmenadresse zu ändern, Installationsdienstleistungen einzustellen und die Produkte künftig nur noch online anzubieten."
Auf der Seite werden mit Bild, Text und witzigen Comics die "mächtigen Fähigkeiten" der Software beworben. Einmal gekauft, könne man sich damit Zugang zu den Geheimnissen des Gatten, der Freunde oder der Geschäftspartner verschaffen. Die Firma bietet sogar verschiedene Produktversionen von der "Personal Edition" für 598 Yuan bis zur "Enhanced Edition" für 1980 Yuan an und unterstützt außer Chinesisch auch Sprachen wie Englisch, Deutsch und Russisch, für die sie jeweils die entsprechende Länder-Domain verwendet.
Doch wie genau funktioniert der große Lauschangriff? Zou Shihong, Chef-Sicherheitsexperte bei Wangqin, erklärt, der Virus nutze eine Sicherheitslücke in der Konferenzgesprächsfunktion einiger Smartphones aus. Nachdem man "X Wodi" auf seinem Handy installiert hat, könne man die Abhörsoftware zum Beispiel manuell oder per MMS auf das Gerät des Spionageopfers übertragen. Das Programm lasse den Spion dann praktisch jedes Gespräch mithören, es kann aber auch den Inhalt gesendeter und empfangener SMS an diesen weiterleiten. "X Wodi" mache es sogar möglich, Umgebungsgeräusche oder Dialoge mitzuhören, ohne dass der Überwachte dazu das Handy bedienen muss. Dieser wird dadurch praktisch im Handumdrehen sämtlicher Privatsphäre beraubt.
Quelle: Xinhua
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