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| 01. 03. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |

In dem kleinen südchinesischen Dorf Dafen, machen Künstler für sich Werbung, indem sie traditionell die Außenwände der Häuser bemalen. Jetzt scheint es aber, als müssten die Künstler sich bald einen anderen Ort für ihre Gemälde suchen, da die Lokalregierung einen sauberen Ort haben möchte, bevor die Universiade los geht.
Dafen ist ein Vorort von Shenzhen in der Provinz Guangdong, in keinem anderen Ort in China werden so viele Kunstwerke kopiert wie in Dafen. Tausende von Künstlern und Kunsthändlern mieten Geschäfte oder bis jetzt auch Wände um ihre Kunst auszustellen und sie zu verkaufen.
Jetzt hat aber die Stadt Shenzhen darum gebeten, das Dorf und die Wände sauberzumachen, bevor die 26. Universiade in Shenzhen vom 12. bis zum 23. August stattfindet. Offiziell sind die Wandgemälde illegal und sollen deshalb entfernt werden, auch wenn damit der besondere Charme des kleinen Dorfes verlorengeht.
Einer der lokalen Künstler ist Zhou Yiyan, er hat eine der Wände gemietet und verkauft davor wie viele andere seine Bilder. Die Miete für eine Wand ist viel günstiger als für einen Laden. So zahlt Zhou für eine Wand von 20 Quadratmetern 800 RMB (90 Euro) im Monat, für einen Laden müsst er wohl 2.000 RMB (220 Euro) bezahlen. "Künstler, die Wände mieten, verkaufen meistens an Interessenten vor Ort", erzählt Cao Shouyong, der auch eine Wand in Dafen gemietet hat. Cao versteht die plötzlichen Anwandlungen der Regierung nicht und die Erklärungen, dass das Aufhängen von Ölgemälden ein Schandfleck sei, kann er schon gar nicht nachvollziehen.

Alle Maler in Dafen haben Ende Februar einen Brief erhalten, dass illegale Strukturen, Regenüberdachungen und Banner zu entfernen seien. Ein Beamter Kong sagte gegenüber Shanghai Daily, dass die illegalen Strukturen aus Sicherheitsgründen zu entfernen seien. Er fügte hinzu, dass man sie bis jetzt nur geduldet habe, da einfach das nötige personal gefehlt habe, das Entfernen zu kontrollieren. Sie seien nicht plötzlich illegal geworden, sondern seien es bereits die ganze Zeit gewesen. "Jetzt ist es einfach der geeignete Augenblick, diese Dinge komplett zu entfernen, dass wird das Interesse der Maler schützen, die einen Laden mieten."
Quelle: Shanghai Daily
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