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01. 04. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Henan: 20 Prozent sterben an Krebs

Schlagwörter: Krebserkrankung, Henan, Ernährungsgewohnheit

In der Provinz stirbt statistisch einer von fünf Menschen an einer Krebserkrankung. Experten machen dafür vor allem die Ernährungsgewohnheiten der dortigen Bevölkerung verantwortlich.

Lu Jianbang, Forscher am Forschungszentrum für Krebsprävention Henan, präsentiert anlässlich einer Informationsveranstaltung die folgende schockierende Statistik: "In Henan erkranken jedes Jahr 150.000 Menschen an Krebs, davon sterben 120.000. Derzeit haben wir in der Provinz etwa 200.000 Krebspatienten. Die Krankheit ist mit 20 Prozent die häufigste Todesursache." Ergänzend fügt er hinzu, dass sich dieser Anteil im Vergleich zu den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts verdoppelt habe.

In etwa 35 Prozent der Fälle sind schlechte Trink- und Essgewohnheiten der Hauptgrund für die Erkrankung, knapp dahinter Tabakkonsum mit 30 Prozent. Eine Infektion sei in 15 Prozent der Auslöser für die Krankheit.

Ein besonderes Risiko stelle der Genuss von salz- und nitrathaltigen Lebensmitteln dar. Diese Stoffe griffen die Schleimhäute der Verdauungsorgane an und erleichterten so Krebserregern den "Zugang" in den Körper, erklärt Lu. Laut einer staatlichen Studie zur Ernährung der Bevölkerung aus dem Jahre 2002 liegt die Menge des täglich konsumierten Salzes im chinesischen Durchschnitt bei zwölf Gramm beziehungsweise in Henan bei 17 Gramm. Die WHO rät dazu, höchstens fünf bis sechs Gramm pro Tag zu sich zu nehmen.

Übergewicht erhöhe ebenfalls das Risiko einer Krebserkrankung – bei Männern um 40 und bei Frauen sogar um 55 Prozent. Lu empfiehlt daher, möglichst auf frittierte, gebratene und generell fettreiche Lebensmittel zu verzichten. Als einen weiteren Gefahrenherd identifiziert er häufigen Alkoholgenuss, welcher das Kehlkopfkrebs- Risiko um das zehnfache erhöhe.

Quelle: henannews.com.cn

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