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13. 05. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Gruppierung von sechs Planeten: Untergangsomen oder nur Naturschauspiel?

Schlagwörter: Aufreihung Planeten, Untergang, NASA

Derzeit stehen sechs Planeten des Sonnensystems in einer Linie. Während Sterngucker sich über das seltene Phänomen freuen, wollen "Weltuntergangs-Propheten" damit ihre Argumente stützen. Astronomen halten die Angst jedoch für unbegründet.

Virtuelles Foto von der Aufreihung der Planeten

Sechs Planeten unseres Sonnensystems – Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Neptun und Uranus – stehen momentan beinahe in einer Reihe. Angeblich war Mittwochfrüh die beste Gelegenheit, dieses Naturschauspiel zu beobachten. Viele Hobby-Sterngucker sind deshalb früh aufgestanden. Mittlerweile machen Gerüchte die Runde, ob das seltene Naturschauspiel nicht ein Vorzeichen für den Weltuntergang ist.

Der Maya-Kalender endet am 21.Dezember 2012 und zu dieser Zeit soll sich angeblich auch eine Aufreihung der Planeten ereignen, was viele Menschen dazu verleitet zitternd zu glauben, dass sich dann die "Apokalypse" ereignet. So fragen sich viele ängstliche Menschen nun "Wird das Ende der Welt wirklich kommen?" im Internet. Nicht zuletzt Kinofilme wie "2012" und andere Machwerke aus Hollywood haben solche Ängste befeuert.

Die US-Luft- und Raumfahrbehörde (NASA) wollte vor allem die Netizen beruhigen. Auf der Webseite der NASA wurde ein Artikel mit dem Titel "Warum wird unsere Welt 2012 nicht enden?" veröffentlicht. "Die Erde wird 2012 nichts schlechtem ausgesetzt. Es geht unserem Planeten seit mehr als vier Milliarden Jahren gut. Und kein glaubwürdiger Wissenschaftler hat irgendwelche Bedrohungen in Verbindung mit 2012 entdeckt", erklärte die NASA.

Ju Jin, Direktor des Beijinger Observatoriums und zugleich ein angesehener Astronom, teilt ebenfalls diese Meinung. "Eine Aufreihung von sechs Planten" sei, so der Astronom, kein wissenschaftlicher Begriff. "Es wird nicht definiert, aus welchem Blickwinkel die Himmelskörper betrachtet werden sollen. Von der Erde aus oder von irgendeinem Punkt außerhalb des Sonnensystems?" sagte Ju. "Der Merkur, die Venus, der Mars und der Jupiter stehen zudem nur sehr nah beieinander, und jetzt kommen noch Neptun und Uranus ins Spiel. Sie stehen nicht wirklich in einer Reihe", erörterte Ju.

Den Weltuntergang, der sich auf dieses Phänomen beziehen soll, hält der Astronom auch für "Unsinn". Das Spektakel einer Aufreihung von Planeten sei sehr selten, und am 21. Dezember 2012 auf jeden Fall nicht zu sehen. Dies sei ein Paradoxon der sogenannten Prophezeiung, so der Direktor des Beijinger Observatoriums. Vielen Experten zufolge ist diese Erscheinung das nächste Mal am 8. September 2040, circa 29 Jahre später, zu erwarten.

Laut Ju ist die Gruppierung der Planeten in diesem Monat weiterhin zu beobachten. Vorausgesetzt, dass ein Teleskop zur Verfügung steht und der Himmel klar ist, so der Astronom.

Quelle: german.china.org.cn

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