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| 16. 05. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Sun Wei, ein Beamter in Chongming, sagt, einige Bewerber kämen wegen ihres Alters nicht in Frage, während andere disqualifiziert seien, weil sie vom Lande nach Chengqiao gezogen seien. Nach der Durchsicht von 29 Bewerbungen hat Sun nur zwei geeignete Kandidaten gefunden. Tang Quanli, Mitarbeiter für die Bewerbungen in Minhang, erklärt, die Urbanisierung bringe einen Einstrom von neuen Bewohnern nach Xinzhuang, und viele Bewohner, die in der Gegend geboren seien, seien wegen der Verbesserung des Lebensstandards in andere Gegenden in andere Bezirke gezogen.
In vielen Bezirken oder Kreisen hat das Komitees für Sprache Büros für die Erhaltung von immateriellen Kulturgütern eingerichtet, um die Kampagne zu fördern, so dass man Leute finden kann, die reinen Shanghaier Dialekt sprechen. Mehr und mehr junge Leute – insbesondere solche, die nach den 1990er Jahren geboren sind – sprechen den Shanghaier Dialekt nicht mehr, weil die Lehrer in den Grundschulen und in der Mittelstufe von ihnen verlangen, Mandarin zu sprechen. Die starke Wirtschaft in Shanghai hat außerdem Millionen Menschen im ganzen Land dazu gebracht, nach Shanghai zu ziehen, was den Dialekt noch mehr verzerrt.
Die Situation in den Vororten ist noch schlechter. Variationen des Shanghaier Dialekts, die in den Vororten gesprochen werden, werden von der Art und Weise überwogen, wie der Dialekt in Stadtgebieten gesprochen wird. Die Version des Dialekts im Stadtzentrum werde mittlerweile als Standardsprache erachtet, so Qian Nairong, Linguistikstudent an der Shanghai University. Hinzu kommt, dass der Shanghaier Dialekt, der von jungen Leuten gesprochen wird, manchmal deutlich von dem abweicht, der von den älteren Leuten gesprochen wird, was zur Sorge führt, dass der lokale Dialekt irgendwann ausstirbt.
Huang Guoqi, Delegierter des Minhanger Komitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes, schlägt vor, dass Schulen im Bezirk Minhang die Schüler ermuntern sollten, während des Unterrichts den Shanghaier Dialekt zu sprechen. "Der Shanghaier Dialekt ist ein Abriss des Dialekts aus verschiedenen Gegenden und repräsentiert die Kultur der Stadt, insofern sollten Kinder und Schüler den Dialekt fließend sprechen", meint er. Chu stimmt zu. "Die Förderung von Mandarin ist gut, da wir natürlich mit den Leuten im ganzen Land kommunizieren müssen, aber der Shanghaier Dialekt und Mandarin können gemeinsam entwickelt und verbreitet werden", meint er.
Cai Gendi, pensionierte Lehrerin, hatte sich für das Projekt beworben. Sie sei besorgt, dass der lokale Dialekt verloren gehe. "Mein Sohn spricht keinen echten Dialekt, und meine Enkelin auch nicht", erzählt sie. "Ich kann Schülern Mandarin beibringen, aber selbst wenn ich mein Bestes versuche, mit meiner Enkelin Shanghaier Dialekt zu sprechen, kommt sie nicht mit der Sprache zurecht."
Quelle: Shanghai Daily
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