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| 13. 09. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Wer ins Ausland reist um seine Kinder zu gebären und so die Ein-Kind-Politik umgeht, muss Sozialzahlungen leisten und verliert unter Umständen seinen Job.

Chinesische Paare welche Kinder im Ausland zur Welt bringen um die Familienplanungspolitik zu umgehen, müssen Sozialzahlungen leisten, wenn sie ihre Kinder zurück nach Hause bringen. "So lange sie chinesische Staatsbürger sind und die Kinder auf dem chinesischen Festland grossziehen, müssen sie die Gebühren zahlen, wenn sie die Familienplanungspolitik verletzen", verkündete die Nationalen Bevölkerungs- und Familienplanungskommission.
In den letzten Jahren reisten immer mehr wohlhabende Paare ins Ausland, um ein zweites Kind zu gebären. Manche wollen auch einfach dem Kind eine ausländische Staatsbürgerschaft geben und bringen es in den USA, Kanada oder Hongkong zur Welt. Andere wiederum möchten einfach die Familienplanungspolitik umgehen, welche Paaren aus den Städten vorschreibt, nur ein Kind zu haben. Zhai Zhenwu, Dekan der Schule für Soziologie und Bevölkerung an der Renmin Universität, sagte, dass die Sozialzahlungen von Region zu Region verschieden seien. Sie belaufen sich auf das Doppelte bis Zehnfache jährliche Durchschnittseinkommen.
Beamten droht Kündigung. "Wenn Beamte oder Mitarbeiter anderer regierungsnaher Organisationen die Politik verletzten, drohen ihnen zusätzlich zu den Zahlungen Disziplinarstrafen wie die Kündigung", warnte Zhai. Es gebe aber Ausnahmen. Chinesische Studenten, die die Politik während ihres Studiums im Ausland verletzen, müssen die Zahlungen nicht leisten und auch mit keiner anderen Strafe rechnen, wenn sie zurück nach China kommen. Wenn die Paare zudem keine chinesische Aufenthaltsbewilligung für ihre im Ausland geborenen Kinder beantrage, wisse das Familienplanungsbüro zudem auch nichts vom Kind und von der Verletzung der Regulationen, so Zhai.
"Eine chinesische Aufenthaltsbewilligung ist für das Leben des Kindes auf dem Festland ziemlich unwichtig", erklärte Julie Dong, eine Kundenmanagerin von Meibaozhijia, eine Agentur die chinesischen Frauen hilft in die USA zu reisen um ihr Kind dort zu gebären.
Die Eltern können einfach Reisedokumente von den chinesischen Behörden für ihre im Ausland geborenen Kinder beantragen. Mit den Dokumenten können sie eine Primar- und Mittelschule besuchen wie alle anderen chinesischen Kinder auch, ohne Extragebühren bezahlen zu müssen, erklärte sie. Wenn die Kinder 18 sind, können sie wählen, welche Staatsbürgerschaft sie behalten möchten.
Die einzigen Dinge die ihnen verwehrt blieben sind der gratis Besuch öffentlicher Kindergärten und Gratisimpfungen, erklärte sie. "Wir haben immer mehr Kunden, darunter auch berühmte Entertainer, und viele von ihnen haben ihr zweites Kind in den USA", erzählte sie. Ihre Agentur hat inzwischen fünf Filialen in China, darunter auch in Beijing und Shanghai. Eine Geburtsreise in die USA kostet ungefähr 150.000 Yuan (17‘045 Euro).
Quelle: China Daily
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