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24. 11. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Salons der Aufklärung widmeten sich politischer Philosophie und der Erleuchtung in der Kunst

Schlagwörter: Aufklärung Dialog "good governance"

Salonreihe von "Aufklärung im Dialog" der Stiftung Mercator gut besucht

Was haben die Aufklärer in Ost und West über "good governance" ihrer Zeit gedacht? Welche entscheidenden Unterschiede gibt es in den künstlerischen Darstellungen von Erleuchtungsmomenten und wie relevant sind sie für die chinesischen und europäischen Kulturen? Bisher haben mehr als 500 Gäste an den Diskussionen der Reihe "Aufklärung im Dialog" über verschiedene Aspekte der Aufklärung der Pekinger Salons teilgenommen. In den beiden Salonveranstaltungen in der Peking University (Beida) am vergangenen Wochenende widmete sich die Reihe den Themen politische Philosophie und Erleuchtung in der Kunst.

Im April 2011 ist die Veranstaltungsreihe "Aufklärung im Dialog" der Stiftung Mercator als wissenschaftliches Begleitprogramm zur Ausstellung "Die Kunst der Aufklärung" in Peking eröffnet worden. Die Stiftung Mercator und ihr Partner, das National Museum of China, führen die offiziellen Foren der Reihe auf Initiative des deutschen Botschafters in China und mit Unterstützung des chinesischen Kulturministeriums durch. Davon unabhängig hat sie eine Salonreihe zum Thema initiiert, in der sich deutsche und chinesische Intellektuelle über philosophische, gesellschaftliche und künstlerische Aspekte der Aufklärung austauschen. Die Salonveranstaltungen sind dem klassischen Salon der Aufklärung nachempfunden. Sie sollen Orte für offene Gespräche über Kunst, Kultur und Philosophie sein.

Das Thema "Aufklärung und politische Philosophie" stand bei dem Salon am vergangenen Samstag im Mittelpunk: Was haben die Aufklärer in Ost und West über "good governance" ihrer Zeit gedacht? Wie haben sich die politischen Vorstellungen zu Zeiten der Aufklärung in Europa und China verändert? Was hat diese Änderungen ausgelöst? Diesen Fragen diskutierte Prof. em. Dr. Jürgen Gebhardt, Ordinarius a. D., vom Institut für Politische Wissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg und Vorstand der Bayerischen Amerika-Akademie gemeinsam mit Prof. Dr. Li Qiang der School of Government der Peking University.

Die geistige Aufklärung und Erleuchtung, in all ihren religiösen und profanen Ausprägungen, hat eine lange Geschichte sowohl im chinesischen als auch im europäischen Denken. Es gibt jedoch entscheidende Unterschiede zwischen den beiden Kulturen in Bezug auf die visuelle Darstellung dieses geistigen Prozesses. Beim Salon "Erleuchtung in der Kunst" widmete sich Prof. Dr. Iris Wenderholm vom Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg gemeinsam mit Prof. Dr. Wan Qingli von der Academy of Visual Arts der Hong Kong Baptist University verschiedenen künstlerischen Darstellungen von Erleuchtung und ihre Relevanz für die chinesische und europäischen Kulturen.

Stimmen zu den Salons

Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer Stiftung Mercator

"Die Salons der Veranstaltungsreihe 'Aufklärung im Dialog' bieten eine Plattform für deutsche, europäische und chinesische Teilnehmer sich über verschiedene historische Aspekte der Aufklärung und ihre Bedeutung für die Gegenwart auszutauschen. Die Stiftung Mercator stärkt so gegenseitiges Vertrauen und schlägt eine Brücke zwischen den Kulturen."

Prof. em. Dr. Jürgen Gebhardt, Universität Erlangen-Nürnberg

"Aufklärung, definiert als ein vielförmiger Komplex von Ideen, Empfindungen und Einstellungen, die in den Anfängen der europäischen Moderne entstanden sind, spiegelt die Zwickmühle wieder, in der sich die westliche Selbstinterpretation in diesem kritischen Augenblick radikaler historischer Veränderung befindet. Die politische Philosophie ist gefordert, die Auswirkungen der aufklärerischen Ideen auf West und Ost kritisch zu beurteilen und die Bedeutung von menschlicher Selbsterleuchtung, wie sie sich in den großen Traditionen der Menschheitsgeschichte darstellt, neu zu bewerten."

Prof. Dr. Li Qiang, Peking University

"Indem sie die politischen Vorstellungen der europäischen und modernen Aufklärung analysiert und China aus einer vergleichenden Perspektive betrachtet, wird diese Salonveranstaltung sowohl die Vielfalt als auch die universalistischen Eigenschaften der Aufklärung aufzeigen. Ich hoffe, dass dies zu einer chinesisch-westlichen Reflektion über das Vermächtnis der Aufklärung beitragen wird."

Prof. Dr. Iris Wenderholm, Universität Hamburg

"Ich wünsche mir, dass sich in dem Salon ein erweitertes Verständnis für die kulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen China und Europa erarbeiten lässt. Gerade der Bereich der sakralen Kunst, in dem in der europäischen Aufklärung so viele formale und inhaltliche Verschiebungen stattfinden, erscheint mir dafür hervorragend geeignet."

Prof. Dr. Wan Qingli, Hong Kong Baptist University

"Ich fühle mich geehrt, von der Stiftung Mercator zur Teilnahme an diesem Salon eingeladen worden zu sein. Ich freue mich auf einen regen Ideenaustausch und auf die Diskussion mit Prof. Dr. Iris Wenderholm. Ich hoffe, dass durch diese Veranstaltung die künftige Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen chinesischen und deutschen Künstlern und Wissenschaftlern gefördert werden."

Quelle: german.china.org.cn

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