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08. 02. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

China hat zu wenig Spitzensportler in einflussreichen Sportarten

Schlagwörter: Laureus-Awards, konkurrenzfähig, Olympiade, Yao Ming, Oscar

Der chinesische Badminton-Spieler Lin Dan wurde interviewt während einer Pressekonferenz der "Laureus World Sports Awards 2012" am 5. Feburar 2012 in London.

Der Grund, aus dem China einen Mangel an Sportlern, die Laureus-Awards gewinnen, hat, sei der, dass Chinesen in einigen einflussreichen Kategorien nicht konkurrenzfähig genug seien, meinte der berühmte Badminton-Spieler Lin Dan am Sonntag. "China ist eines der Länder mit den meisten Welt-Champions, aber es ist schade, dass die Kategorien, in denen Chinesen konkurrenzfähig sind, nicht alle globalen Einfluss haben", so Lin bei einem Interview mit Xinhua.

Seit 2000 haben Chinesen drei Laureus-Awards erhalten, nämlich Yao Ming und Liu Xiang als Beste Nachwuchssportler des Jahres, und das chinesische Olympia-Team als Bestes Team des Jahres. Allerdings wurde keiner der Chinesen als bester Sportler oder beste Sportlerin bei den "Sport-Oscars" ausgezeichnet. Die meisten dieser klassischen Auszeichnungen wurden an Golf- und Tennisspieler oder an Leichtathleten vergeben. "China ist gut im Tauchen, Tischtennis und Badminton, und unsere Nationalflagge wurde so oft in der ganzen Welt gehisst. Aber global sind diese Sportarten nicht populär genug", so er.

Dieses Jahr wurde Li Na, die erste asiatische Sportlerin, die jemals einen Singles Grand Slam-Titel gewonnen hat, für den Laureus World Breakthrough des Jahres nominiert. Mit dabei war Hürdenläufer Liu Xiang, Chinas erster männlicher Olympia-Goldmedaillengewinner im Bereich Leichtathletik.

Beim Gespräch über seine Kollegen sagte Lin Dan, es sei "wirklich nicht einfach für Liu Xiang gewesen, die Nominierung zu bekommen. Seit 2004 ist er durch so viele Drehungen und Wendungen gegangen, aber er hat es trotzdem geschafft", so Li Dan, der wohl größte Badminton-Spieler aller Zeiten. Er ist der Ansicht, dass Li Na ein gutes Vorbild für andere chinesische Sportler sei. "Nur wenige Chinesen spielen gut Tennis, aber Li hat es geschafft. Sie hat bewiesen, dass in vielen unvertrauten Bereichen Chinesen gewinnen können, so lange sie es nur versuchen. Ich möchte Badminton verbreiten und es zu einer der einflussreichsten Sportarten der Welt machen", so Lin. Genau das sei der Grund, aus dem er zur Laureus-Award-Zeremonie in London gekommen sei. "Wenn ich irgendwann nach meinem Austritt aus dem Sport den Fernseher anmache und einen Badmintonspieler, nicht unbedingt einen Chinesen, einen Laureus-Award gewinnen sehe, dann bin ich wirklich glücklich", so er.

Zu den herannahenden Londoner Olympischen Spielen meint Lin, er sei nicht sicher, ob er komme. "Ich arbeite hart an der Vorbereitung und hoffe, dass die Trainer beim Entwurf der letztendlichen Liste für die Olympia-Teilnehmer meinen Namen ohne zu zögern auf die Liste setzen", so er.

Lin erkämpfte sich seine professionelle Karriere 2001. Er gibt zu, dass die Londoner Olympischen Spiele seine letzten Olympischen Spiele sein könnten. "Wenn ich weiterhin an den Olympischen Spielen teilnehmen kann, wäre ich sehr zufrieden, denn das würde bedeuten, dass ich nach knapp 12 Jahren immer noch gut bin", so er. Auf die Frage nach seinen Erzrivalen bei dem bevorstehenden Wettkampf antwortete Lin: "Ich werde gegen jeden Gegner mit aller Macht ankämpfen, sei es Lee Chong-Wei oder Taufik Hidayat, oder wer auch immer."

Quelle: german.china.org.cn

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